Wasser - die formende Kraft des fließenden Wassers
Schlagwörter: endogene und exogene Kräfte, Erosion durch Wasser, Arbeit des Wassers am Beispiel des Flusses, Oberlauf, Mittellauf, Unterlauf, Mündung, Referat, Hausaufgabe, Wasser - die formende Kraft des fließenden Wassers Themengleiche Dokumente anzeigen
2. Die Arbeit des Wassers am Beispiel des Flusses (fließendes Wasser)
Bildung bei Regenfall und geneigtem Belände
Fluss schneidet sich erosiv in das umliegende Gelände
2.1. Oberlauf (und Erklärung der Tiefenerosion)
steil; Gefälle groß
hohe Fließgeschwindigkeit
wenig Wasser
Temperatur niedrig
Flussbett aus Felsen und größeren Steinen
Ausbildung der Schlucht, Klamm, Cañon,
(enge Täler, steile überhängende Wände, tiefe Einschneidungen)
Transport von größeren Gesteinen ( werden abgerundet, zerkleinert, abgeöagert)
hoher Grad der Tiefenerosion
Erosionsgrad abhängig von Fließgeschwindigkeit und Masse der Wassers
Vertiefung des Flussbettbodens
teilweise Ausgleich des Flusslängsprofils durch Rückverlagerung (z.B. bei Wasserfällen)
hohe Schleppkraft, wenig Schlammablagerung (siehe Übersicht)
Entstehung eines Schwemmkegels möglich
2.2. Mittellauf
Gefälle nimmt ab
zunehmende Abflussmenge
abnehmende Strömungsgeschwindigkeit
zunehmende Temperatur
Flussbett aus Sanden und Kiesen, Transport dieser
Ausbildung eines Muldental, Kerbtal, Sohlenkerbtal,
Fluss bildet Mäander aus
Wasser fließt in Außenkurve schneller, als in Innenkurve (höhere Geschwindigkeit da Tiefer, Stromstrich bereits tw. verlagert)
Außenkurve > Prallhang; erodiert (Abtragung von der Böschung)
Innenkurve > Gleithang; sedimentiert (Akkumulation) > Entstehung eines flachen Ufers
weiter Verlagerung des Stromstriches
bei Sporn > Fluss kann Spornhals durch Erosion an Prallhängen durchtrennen
abnehmende Schleppkraft, Beginn der Schlammablagerung (siehe Übersicht)
2.3. Unterlauf
wenig Gefälle
hohe Abflussmenge
geringe Strömungsgeschwindigkeit
höhere Temperaturen
Flussbett aus Feinsanden
eher Seitenerosion
Wasser greift die Uferwände an
oft: Unterschneidungen
viel Schlammablagerung; Schleppkraft abnehmend
grobe und feine Sedimente werden abgelagert; auf Überschwemmungsaue
2.4. Mündung
Mischung von Salz- und Süßwasser
Veränderungen durch Ebbe und Flut
so gut wie keine Schleppkraft
Sinkstoffe vom Ebbstrom ins Meer hinausgezogen > Trichtermündung
Sinkstoffe lagern sich ab > Verbauung des Laufes
durch Seitenarm neue Abflüsse > Bildung der Deltamündung
3. Die Arbeit des Meeres an der Küste (Wasser an den Küsten)
am flachen Strand > Wellen können auslaufen, nur geringfügig Transport von Sand am Ufer
(beispielsweise bei Nehrung: Bucht wird zum Haff, da Wellenrichtung folgt Windrichtung > somit Transport von Sandkörnchen/Sandversetzung)
am steilen Hang > Bildung eines Kliffs
beständiges Materialabtragen am Hangfuß
nach und nach teilweises Abbrechen von Teilen der Steilküste
bei lockerem Gestein: schneller
bei festem Gestein: langsamer
Sturmfluten mit hohen Wellen > besonders viel Arbeit am Kliff, da größere Kräfte; somit auch mehr Erosion
abgebrochenes Material: ins Meer gezogen oder seitlich abgelagert
Küstenabschnitt mit geringer Strömung > feines Sandmaterial in Form von Sandbänken und Nehrungen abgelagert
Veränderung der Küste auch durch Gezeitenstrom (Ablagerung von Sinkstoffen im Wattenmeer zwischen Insel und Festlandsküste > Landentstehung)
Bau von Buhnen als Schutz vor Materialabtragung und somit Landverlust
mögliche Küstenformen bei Überflutung bestimmter Reliefformen: