Prinz Hettore Gonzaga verlässt seine Geliebte Gräfin Orsina, da er die Prinzessin von Massa heiraten will
in Wirklichkeit ist er in die bürgerliche Emilia Galotti verliebt
Emilia Galotti ist mit Graf Appiani verlobt, die Hochzeit soll am gleichen Tag stattfinden
Der Prinz ist verzweifelt, da Emilia nach der Eheschließung auf das Schloss des Grafen ziehen wird
Prinz hat einen Plan: Graf Appiani soll als Gesandter verreisen, zur gleichen Zeit will der Prinz Emilia seine Liebe gestehen
-> doch Appiani will nicht gehen & Emilia zeigt keine Reaktion
Graf wird ermordet und Emilia auf sein Lustschloss gebracht
Emilias Eltern und die Gräfin Orsina treffen auf dem Schloss ein
Orsina gibt dem Vater einen Dolch für die Rache am Prinzen
Vater sticht wegen Ehrgefühl nicht zu, will lieber Emilia ins Kloster stecken
Prinz gibt Emilia jedoch nicht raus
Emilia bittet ihren Vater, ihr den Dolch zu geben, damit sie sich selber ermorden kann
ihr Vater ermordet sie schließlich, um sie vor dem Prinzen zu „retten“
Personen
Hettore Gonzaga – der Prinz:
die ranghöchste Figur des Stückes (Fürst!)
ist unabhängig und hat die alleinige Macht
geht seinen Pflichten lustlos nach
Verantwortungslos
er ist unglücklich in seiner Position
Seine Liebe zu Emilia:
Er hat sie bei einer Abendgesellschaft seines Kanzlers kennen gelernt, jedoch nur durch die Intrigen seines Kammerherrn Marinelli konnte er sie für sich gewinnen
Er weicht Auseinandersetzungen aus
Marinelli – der Kammerherr:
gehört dem Adel an
Kammerherr des Fürsten
Recht hand des Fürsten, jedoch kein freund
will möglichst viel Macht am Hof bekommen Pflegt Kontakte zu kriminellen Leuten
Emilia ist für Marinelli ohne Reiz und Wert
Hinterhältig und teuflisch
Gräfin Orsina:
bis vor kurzer zeit Die Geliebte des Prinzen
gehört dem Adel an
hochgebildet und selbstbewusst
will eine Aussprache mit dem Prinzen
sie denkt sie wurde abgewiesen, weil sie nicht nur lachen, sondern auch denken will
durchschaut die Zusammenhänge an Appianis Tod mit der Entführung
sie will Rache!
Camillo Rota:
bürgerlicher Herkunft
steht als „Rat“ im Diensten des Fürsten
hat selbst keine Entscheidungsgewalt
sorgfältig, bedächtig, verantwortungsvoll
Conti der Maler:
freier Künstler
gehört dem Bürgerstand an
Odoardo:
Vater von Emilia
bekannte Persönlichkeit
kein gutes Verhältnis zum Prinzen
strenger Familienvater tötet Emilia, um sie vor den „Lasterhaften“ zu bewahren
Claudia Galotti:
Mutter von Emilia
lebt mit ihrer Tochter in der Stadt
hat Angst, ihre Tochter zu verlieren - Hochzeit
war erfreut über die Komplimente des Prinzen zur Tochter
gutgläubig und vertrauensseelig
durchschaut das „Bubenspiel“ und beschimpft Marinelli
Graf Appiani:
liebt Emilia und will sie heiraten
gehört dem Hochadel an
gutes Verhältnis zu Emilias Vater
ihm scheint mehr daran zu legen Odoardos „Sohn zu heißen“, als Emilias Mann zu sein
Emilia:
die Hauptperson
wunderschön
bürgerlich
ist religiös und gehorsam erzogen worden
Angst vor den Lasterhaften
Interpretation:
Prinz: die Liebesbeziehungen zu Orsina und Emilia werden von der Vorstellung der Käuflichkeit und Beherrschbarkeit durch Macht bestimmt
Er ist der absolute Herrscher
Emilia und ihr Vater erwachen und stellen sich ihm entgegen (durch den Tod von Emilia)
Opfer: Odoardo und Appaiani, obwohl sie sich der Welt des Herrschers schon entzogen haben - sie wohnen bereits auf dem Land
Aber auch innerhalb der Familie gab es Probleme: Odoardo hatte die Macht
eigentlich sollte sich das Kind frei entfalten können
Schluss: Kritik Lessings an der unpolitischen Haltung des Bürgertums
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