Alkohol - die Wirkung auf den Menschen, Geschichte, Folgen des Missbrauchs

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Referat

Alkohol - Wirkung auf den Menschen, Geschichte, Folgen des Missbrauchs

Gliederung / Inhalt

Einleitung

Wir haben uns für das Thema Alkohol entschieden, weil viele Menschen diese legale Droge nehmen und auch davon abhängig sind. Es interessiert uns, wie viele Leute abhängig werden konnten und wie sie wieder davon loskommen. Unserer Meinung nach kann man den Konsum Alkohol von vielen Gesichts-punkten aus sehen. Entweder als

  1. ein Nahrungsmittel (einen Energieträger mit erheblichen Kalorien- und Joulegehalt)
  2. ein Genussmittel (Bestandteil von zahlreichen, in unserem Kulturkreis allgemein üblichen durstlöschenden Getränken)
  3. ein Rauschmittel
  4. ein Gift, dessen toxische Wirkung sich bei akuter oder chronischerer Überdosierung zeigt.

Die Punkte 3 und 4 sprechen dafür, dass Alkohol eine Droge ist.

In unserer Mappe schreiben wir über die Geschichte des Alkohols, allgemeines, was Alkohol ist, die Wirkung, Alkoholismus, Alkohol in Lebensmitteln, die Promille und einen Selbsttest, mit dem Sie feststellen können, ob Sie abhängig sind.

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Die Geschichte des Alkohols

Das Wort Alkohol stammt aus dem Arabischen und bedeutet so viel wie "etwas Feines" oder "das Edelste". Man geht davon aus, dass schon unsere Vorfahren vergorene Lebensmittel gegessen haben, was eher unbeabsichtigt geschah und Alkohol somit die älteste Droge des Menschen ist. Alkohol, meistens Bier und Wein, diente früher jahrtausendelang als Hauptgetränk, Durstlöscher und Nahrungsmittel, da es selten sauberes Trinkwasser gab. Alkoholische Getränke gab es sehr früh, wie zum Beispiel bei den Sumerern, Babyloniern, Ägyptern, Griechen und Römern. Zu dieser Zeit waren aber nur Bier und Wein mit (im Gegensatz zu heute) geringem Alkoholgehalt bekannt. Die Babylonier hatten 70 verschiedene Biersorten, die Römer dagegen bevorzugten den Wein und tranken Bier höchstens zur Kühlung des von Wein erhitzten Kopfes.

Früher galten alkoholische Getränke als kultische Handlung und wurden dann auch toleriert. Es gab das "Weit-Trinken" und "Gesundheits-Trinken" bei dem so lange getrunken wurde; bis die Beteiligten auf dem Boden lagen. Bei den Germanen wurde sogar aus den Hirnschalen des Feindes getrunken, um angeblich die Manneskraft zu stärken. Die Einstellung zu den Wirkungen waren widersprüchlich: Man schätzte den Alkohol als Mittel um den Alltag zu vergessen und es war ein besonderes Zeichen der Gastfreundschaft. Andererseits fürchtete man das unkontrollierte Handeln und den Kater am nächsten Morgen.

Alkohol wurde zuerst durch Gärung hergestellt. Er war deshalb nicht lange haltbar und die Herstellung war nur zu bestimmten Jahreszeiten, in bestimmten Gebieten möglich. In großen Mengen wurde Alkohol nur für besondere Anlässe hergestellt. Dadurch gab es nur wenige Alkoholprobleme, denn wenn alles ausgetrunken war, gab es eine Weile keinen Alkohol mehr. Als es dann die Destillation gab, konnte man Schnaps brennen, aber es waren nur kleine Mengen, die das Bier und den Wein nicht vertreiben konnten. Erst später sind alkoholische Getränke von Kakao, Kaffee, Tee, noch später Säfte und Trinkwasser verdrängt worden.

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Allgemeines zum Thema

Wissenschaftler kennen viele verschiedene Alkoholtypen, den Alkohol, den wir Menschen trinken, ist der Ethylalkohol (frühere Schreibweise Äthylalkohol), dessen Chemische Formel C2 H5 OH ist, andere Alkoholtypen sind z.B. Methylalkohol und Isopropylalkohol.

Alkohol ist eine brennbare, Wasserklare Flüssigkeit, die bei –130,5°C gefriert und bei +78°C siedet. Der Ethylalkohol entsteht durch eine Gärung, bei der zuckerreiches Getreide, Obst und auch Kartoffeln durch Hefepilze zersetzt werden. Durch diese natürliche Gärung kann man maximal 18 Prozentigen Alkohol herstellen, weil die Hefepilze sonst absterben würden. Durch Destillation kann höher Prozenttiger Alkohol hergestellt werden. Dabei werden Flüssige Stoffe durch Verdampfen und anschließender Wiederverflüssigung durch Kondensation getrennt.

Auch der menschliche Körper stellt Alkohol her. Der Blutspiegel liegt bei ungefähr 0,03 Promille. Das sind bei einem circa 80 kg schweren Menschen circa 1,68 Gramm reiner Alkohol. Warum wir aber diesen Alkohol produzieren ist noch nicht bekannt. Schon kleine Mengen reinen Alkohols würde ausreichen, um zu sterben.

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Die Wirkung von Alkohol auf den menschlichen Körper

Durch heutige Untersuchungen wurde festgestellt, dass der Mensch ein Enzym hat, welches Alkohol abbaut. Dieses Enzym nennt man Alkoholdrogenase (ADH) und es baut, unabhängig davon wieviel Alkohol aufgenommen wurde, mit gleichbleibender Geschwindigkeit ab. Allerdings spielt hier das Geschlecht eine Rolle, denn bei Frauen ist die Aktivität der Alkoholdrogenase geringer und so gelangt fast die gesamte getrunkene Alkoholmenge in das Blut. Eine sehr wichtige Rolle spielt auch, ob ein Glas Wein zum Essen getrunken wurde, dann wird der Alkohol bereits im Magen abgebaut und erreicht gar nicht erst den Dünndarm. Oder, ob eine größere Menge auf nüchternen Magen getrunken wurde, denn dann gelangt der Alkohol sehr schnell in den Dünndarm und wird über das Blut zur Leber transportiert. Der Alkoholabbau setzt ca. 2 Stunden nach dem Alkoholgenuß ein und beträgt etwa 0,1g pro kg Körpergewicht stündlich. Diese Arbeit wird zu 90-95% von der Leber erledigt. 2-5% des Alkohols werden über Atemluft, Schweiß, Urin und die Haut ausgeschieden.

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Wirkung bzw. Folgen des Alkohols bei bestimmten Konzentrationen im menschlichen Körper

0,1-1,0 Promille:
es tritt eine Wohlgestimmtheit ein

Ab 0,2 Promille:
Leichte Einschränkung der Sehleistung. Nachlassen der Aufmerksamkeit, Konzentration, Urteilsfähigkeit, Kritikfähigkeit und des Reaktionsvermögen, Anstieg der Risikobereitschaft.

Ab 0,8 Promille:
Rückgang der Sehleistung um 25%, Reaktionszeit um 30-50% verlängert, ausgeprägte Konzentrationsschwäche, zunehmende Enthemmung, Selbstüberschätzung, Blickfeldverengung (Tunnelblick), Gleichgewichtsstörungen und erhöhte Risikobereitschaft. Rauschstadium.

1,0-2,0 Promille:
Weitere Verschlechterung der Sehfähigkeit, Aufmerksamkeit und Konzentration. Durch gesteigerte Enthemmung und Verlust der Kritikfähigkeit kommt es zur Selbstüberschätzung. Erhebliche Störung der Reaktionsfähigkeit, außerdem Gleichgewichts-, Sprech- und Orientierungsstörungen und Verwirrtheit.

Betäubungsstadium 2,0-3,0Promille:
Ausgeprägtere Gleichgewichts-, Konzentrations-, Gedächtnis- und Bewusstseinsstörungen. Reaktionsvermögen kaum noch vorhanden, Muskelerschlaffung, Verwirrtheit und Erbrechen.

Ab 3,0 Promille:
Bewustlosigkeit, Gedächtnisverlust, schwache Atmung, Unterkühlung und Reflexlosigkeit.

Im Bereich von 3,0 - 5,0 Promille spricht man von einem Lähmungsstadium

Ab 4,0 Promille:
Lähmungen, Koma mit Reflexlosigkeit, unkontrollierte Ausscheidungen, Atemstillstand und Tod.

Oft sind erhöhte Unfallgefahren im Straßenverkehr, Aggressionen, Gewalttaten und weitere Straftaten die Folge des Alkoholkonsum. Alkoholaufnahme während der Schwangerschaft kann zu schwerer Schädigung des Kindes führen.

Alkohol ist ein Zellgift, das über die Schleimhäute in das Blut gelangt und durch das Blut über den ganzen Körper verteilt wird. Dabei kommt bei regelmäßig hohem Alkoholkonsum zu Zell- und Organschädigungen. Dazu gehören die Veränderungen der Leber (Fettleber, Leberentzündung, Leberzirrose), des Herzens (Erweiterung des Herzmuskels), der Bauchspeicheldrüse, des Nervensystems (Hirnatrophie, Polyneuropathie) und der Muskulatur (Muskelatrophie). Außerdem besteht bei langfristig erhöhtem Konsum die Gefahr auf Krebs (Mund-, Rachen-, Speiseröhrenkrebs und bei Frauen auch Brustkrebs).

Bei vielen Verkehrunfällen, die mit zu den häufigsten Todesursachen im Jugendalter gehören, spielt Alkohol eine Rolle. Unter Alkoholeinfluss vervielfacht sich das Unfallrisiko: Es ist bei 0,6 Promille doppelt und bei 0,8 Promille viermal so groß wie bei 0 Promille.

Alkohol beeinflusst das Sehvermögen, Verkehrsbilder erscheinen kleiner als sie sind und man kann nicht mehr so gut Entfernungen einschätzen und ferne Objekte genau erkennen.

Informationsbearbeitung, Reflexe und Koordination werden verlangsamt. Wer mit Alkohol im Blut verunglückt, trägt stärkere Verletzungen davon, als wenn er nüchtern gewesen wäre. Bei einer Notoperation verschlechtert die Wirkung von Alkohol auf Herz und Kreislauf zudem die Überlebenschancen.

Daher: nicht fahren, wenn man getrunken hat.

Sich zu niemanden ins Auto setzen der getrunken hat und keinesfalls Freunde unter Alkoholeinfluss fahren lassen. Außerdem besteht die Gefahr einer ,Entgleisung“ die mit Kontrollverlust und gelegentlich sogar Black-outs einhergehen kann, bis hin zur Alkoholvergiftung.

Übermäßiges Trinken erhöht die Bereitschaft für Gewalt, Depressionen und Selbstmord. Ebenso wirkt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit negativ auf die Schulleistungen aus. Jugendliche werden unter Alkoholeinfluss eher in illegale Aktivitäten verwickelt. Dazu gehören:

  • Vandalismus
  • Diebstahl
  • Einbruch

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Promille

Promille heißt "Gehalt pro Tausend" (1 Promille entspricht 0,1 %). Je nachdem wie viel Promille (Berechnung: Alkohol in Gramm geteilt durch (0,7 x Körpergewicht in kg) = Blutalkoholspiegel in Promille)man im Blut hat, steigt oder sinkt die Stimmung (siehe Wirkung von Alkohol).

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Alkoholgrenzwerte in europäischen Ländern

(Diese Angaben sind € umgerechnet, es sind also Schwankungen enthalten)

Land / Promillegrenze / zu erwartene Strafe

  • Belgien 0,5 125,27- 9919,06 €
  • Dänemark 0,5 135,49 – 5368,56 €
  • Frankreich 0,5 bis 4601,63 €
  • Griechenland 0,5 153,39 €
  • Großbritannien 0,8 bis 7746,07 €
  • Irland 0,8 bis 12525,66 €
  • Italien 0,8 bis 1227,10 €
  • Luxemburg 0,8 bis 1227,10 €
  • Niederlande 0,5 ab 184,06 €
  • Österreich 0,5 214,74 – 3630,17 €
  • Polen 0,2 ab 61,35 €
  • Portugal 0,2 99,70 – 997,02 €
  • Schweiz 0,8 623,77 – 3118,88 €
  • Spanien 0,5 ab 299,10 €
  • Ungarn 0,0 Bis 127,82 €

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Alkohol in Lebensmitteln

Viele Lebensmittel enthalten Alkohol. Ein Kilogramm Bananen, die man vor 10 Tagen gekauft hat, enthalten um die 0,6 Gramm Alkohol (Siehe Tabelle). Der Alkohol in Obst entsteht durch die Kohlenhydrate im Obst.

Auch andere Obst- und Fruchtsäfte enthalten Alkohol. Traubensaft zum Beispiel enthält ungefähr 10 Gramm Alkohol pro Liter. In dieser Tabelle sind ein paar Lebensmittel aufgeführt, es gibt natürlich viel mehr.

Lebensmittel und deren Alkoholgehalt

  • Traubensaft ~ 4,0 g/l
  • Apfelsaft ~ 2,0 g/l
  • Grapefruit ~ 1,0 g/kg
  • Weißbrot ~2,0 g/kg
  • Roggenbrot ~ 3,0 g/kg
  • Sauerkraut ~ 5,0 g/kg

Kurze Erklärung der Auflistung:

Beim Apfelsaft zum Beispiel sind 2 Gramm Alkohol in einem Liter Apfelsaft enthalten. Oder bei Grapefruits, ist 1 Gramm Alkohol in einem Kilogramm Grapefruits enthalten.

Alkohol in Alkoholischen Getränken

Auch der Alkoholgehalt in den verschiedenen Alkoholischen Getränken ist unterschiedlich:

Getränk / Alkoholgehalt in Prozent

  • Starkbier 5,5 – 6,0
  • Vollbier 3,3 – 4,5
  • Rot- und Weißwein 7,0 – 10,0
  • Südwein 12,0 – 20,0
  • Sekt 12,0 – 16,0
  • Korn Bis 32,0
  • Weinbrand 32,0 – 38,0
  • Likör 16,0 – 38,0
  • Obstler 38,0 – 48,0
  • Whisky 42,0 – 48,0
  • Rum, Arrak 44,0 – 60,0

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Alkoholismus - eine Erkrankung

Alkoholismus ist eine Suchtkrankheit und Trunksucht, die nach jahrelangem, gewohnten Alkoholgenuß zu körperlichen, psychischen und sozialen Schäden führt. In Deutschland gibt es pro Jahr ca. 40.000 Alkoholtote und laut Statistik sind 2,5 Millionen Menschen alkoholabhängig und 600.000 -1.000.000 gelten als Alkoholiker. Somit ist der Alkoholkonsum die drittgrößte vermeidbare Todesursache nach dem Rauchen und den Folgen von falscher Ernährung und Bewegungsmangel. Der Alkohol fordert neben den Süchtigen auch indirekte Opfer, wie z.B. Verkehrstote wegen Alkohol am Steuer und Kinder mit alkoholbedingten Missbildungen, weil die Mutter Trinkerin war. Der Alkoholismus ist die Voraussetzung für harte Drogen, da die Hemmschwelle überwunden ist. Die häufigsten Trinkmotive sind Kummer, Einsamkeit, Feste, Sorgen, Berufsprobleme, Versagensangst und Termindruck. So könnte es zu einer Sucht kommen:

Die Phasen der Alkoholerkrankung sind:

  • Einstieg
  • Erleichterung
  • Gewöhnung
  • Abhängigkeit

Es kann auch unbewusst zur Abhängigkeit kommen: z.B. ein Kräuterlikör für den Magen, ein Wässerchen für die Verdauung und Melissengeist für das Wohlbefinden. Nimmt man das regelmäßig zu sich, gewöhnt sich der Körper an den Alkohol und verlangt immer mehr, weil diese Menge nicht mehr reicht.

Der Alkoholismus ist verschiedene Formen aufgeteilt:

  1. nicht süchtige Alkoholiker
    • Alpha-Trinker
    • Beta-Trinker
  2. süchtige Alkoholiker
    • Gamma-Trinker
    • Delta-Trinker
    • Epsilon-Trinker

Alpha-Trinker:
Alpha-Trinker werden auch Problem-, Wirkungs- und Erleichterungstrinker genannt. Sie erleben nach Alkoholaufnahme Glücksgefühle, wie Erleichterung, Entspannung und Befreiung von Missstimmungen, die sie erneut in belastenden Situationen aufsuchen werden. So entwickeln sie eine seelische Abhängigkeit, können aber jederzeit aufhören zu Trinken. Also, keine Krankheit.

Beta-Trinker:
Beta-Trinker erleben keine Erleichterung oder sonstiges und entwickeln keine seelische Abhängigkeit vom Alkohol. Sie trinken aus Gewohnheit, dadurch schädigen sie ihren Körper, behalten trotzdem die Freiheit mit dem Trinken aufzuhören. Auch nicht als krank zu bezeichnen.

Gamma-Trinker:
Gamma-Trinker sind süchtige Trinker, dessen Sucht als Krankheit angesehen werden muss. Sie erleiden Kontrollverlust, psychische und körperliche Schäden.

Delta-Trinker:
Delta-Trinker trinken erst unauffällig und verspüren dabei keinerlei Glücksgefühle. Trotzdem gewöhnt der Körper sich allmählich an den Alkohol und sobald kein Alkohol mehr aufgenommen wird, stellen sich Entzugserscheinungen, wie Unruhe, Angst, Verstimmung, Zittern, Schweißausbruch und morgendliches Würgen ein. Alle diese Gefühle verleiten den Betroffenen wieder zur Alkoholaufnahme. Auch hier handelt es sich um eine Krankheit, die von den meisten erst nach körperlichen Schäden behandelt wird.

Epsilon-Trinker:
Epsilon-Trinker werden auch Quartalstrinker genannt. Dabei handelt es sich um episodisch massives Trinken durch Verstimmungszustände. Bei depressiven Personen folgen Wochen der Abstinenz. Gemeint ist jedoch nicht das Trinken wegen äußerer Anlässe, wie z.B. Feier, Wochenende, etc. Hier besteht nur in bestimmten Episoden Gefahr.

Der Delta- und Gamma-Typ charakterisiert die Alkoholkrankheit. Die übrigen Typen werden als Vorformen angesehen und sind nicht zu unterschätzen, denn oft gibt es Übergänge vom Alpha- zum Gamma-Typ und vom Beta- zum Delta-Typ.

Selbsttest mit einfachen Fragen

Nummer / Frage / Beantwortung mit JA oder NEIN

  1. Leide ich in letzter Zeit häufiger an Zittern an den Händen?
  2. Leide ich in letzter Zeit häufiger an einem Würdegefühl (Brechreiz), besonders morgens?
  3. Werden das Zittern und der Brechreiz besser, wenn ich Alkohol trinke?
  4. Leide ich in letzter Zeit an starker Nervosität?
  5. Habe ich in Zeiten erhöhten Alkoholkonsums weniger gegessen?
  6. Habe ich in letzter Zeit öfter Schlafstörungen oder Alpträume?
  7. Fühle ich mich ohne Alkohol angespannt und unruhig?
  8. Habe ich nach den ersten Gläsern ein unwiderstehliches Verlangen weiterzutrinken?
  9. Leide ich an Gedächtnislücken nach starkem Trinken?
  10. Vertrage ich zur Zeit weniger Alkohol als früher?
  11. Habe ich nach dem Trinken schon einmal Gewissensbisse (Schuldgefühle) empfunden?
  12. Habe ich ein Trinksystem versucht (z.B. nicht vor einer bestimmten Zeit zu trinken)?
  13. Bringt mein Beruf Alkoholtrinken mit sich?
  14. Hat mir an meiner Arbeitsstelle schon einmal jemand Vorhaltungen wegen meines Alkoholtrinkens gemacht?
  15. Bin ich weniger tüchtig, seitdem ich trinke?
  16. Trinke ich gerne und regelmäßig ein Gläschen Alkohol, wenn ich alleine bin?
  17. Habe ich einen Kreis von Freunden und bekannten, in dem viel Alkohol getrunken wird?
  18. Fühle ich mich sicherer und selbstbewusster, wenn ich Alkohol getrunken habe?
  19. Habe ich zu Hause oder im Betrieb einen kleinen versteckten Vorrat mit Alkoholischen Getränken?
  20. Trinke ich Alkohol, um Stresssituationen besser bewältigen zu können oder um Ärger und Sorgen zu vergessen?
  21. Bin ich bzw. meine Familie schon einmal wegen meines Trinkens in finanzielle Schwierigkeiten geraten?
  22. Bin ich schon einmal wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss mit der Polizei in Konflikt gekommen?

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Auswertung des Testbogens:

Jede mit ‚ja’ beantwortete Frage erhält einen Punkt. Bei den Fragen 3, 7, 8 und 14 sind es vier Punkte. Bei einer Gesamtpunktzahl von sechs und mehr liegt eine Alkoholgefährdung vor.

Nach: Wilhelm Feuerlein

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Alkohol - eine kurze Zusammenfassung

Es gibt viele verschiedene Arten von Alkohol, der bekannteste ist der Ethanolalkohol, dessen Chemische Formel C2H5OH ist. Diesen Alkohol trinken wir Menschen. Man kann den Alkohol aus verschiedenen Perspektiven sehen:

  1. Als ein Nahrungsmittel (einen Energieträger mit erheblichen Kalorien- und Joulegehalt)
  2. Als ein Genussmittel (Bestandteil von zahlreichen, in unserem Kulturkreis allgemein üblichen dürstlöschenden Getränken)
  3. Als ein Rauschgift
  4. Als ein Gift, dessen toxische Wirkung sich bei akuter oder chronischer Überdosierung zeigt

An den Punkten 3) und 4) wird deutlich das Alkohol eine Droge ist. Der Ethanolalkohol entsteht durch eine Gärung, wobei zuckerreiche Stoffe zersetzt werden, hierbei kann allerdings höchstens 18% Alkohol hergestellt werden. Durch Destillation, wobei flüssige Stoffe durch Verdampfen und anschließender Wiederverflüssigung getrennt werden, kann mehr "Prozenttiger" hergestellt werden.

Der Mensch besitzt ein Enzym (Alkoholdrogenase, Abkürzung: ADH) welches Alkohol abbaut. Dabei spielt das Geschlecht eine wichtige Rolle, denn bei Frauen gelangt fast die ganze getrunkene Alkoholmenge in das Blut. Wichtig ist auch wann man Alkohol zu sich nimmt, denn trinkt man Alkohol zum Essen wird der Alkohol bereits im Magen abgebaut und gelangt gar nicht erst in den Dünndarm. Wenn man allerdings Alkohol auf Nüchternen Magen trinkt, dann gelang der Alkohol schnell in den Dünndarm und wird dann durch das Blut zur Leber transportiert. Der Körper fängt circa 2 Stunden nach dem Alkoholgenuss an ihn abzubauen. In einer Stunde werden dann etwa 0,1g pro kg Körpergewicht abgebaut. 90-95% erledigt die Leber, 2-5% werden durch Atmung, Schweiß, Urin und die Haut ausgeschieden.

Die Gefahren sind bei der Leber: Fettleber, Leberentzündung und Leberzierrose, bei dem Herzen: Erweiterung des Herzmuskels, im Nervensystem: Hirnatrophie, Polyneuropathie, bei der Muskulatur: Muskelatrophie und Probleme mit der Bauchspeicheldrüse. Bei langfristig erhöhtem Konsum kommen noch verschiedene Krebsarten dazu, z.B. Mund-, Rachen-, Speiseröhrenkrebs und bei Frauen auch Brustkrebs.

Promille heißt "Gehalt pro Tausend". Man berechnet Promille so: Alkohol in Gramm: 0,37 x Körpergewicht = Blutalkoholspiegel in Promille.

Auch in Lebensmitteln ist Alkohol enthalten, bei einer Banane z.B. steigt der Alkoholgehalt sogar (von 0,0-0,9g/100g). Ein Apfelsaft enthält ungefähr 2,0 g/l. Bei Alkoholischen Getränken ist auch eine weite Spanne zu sehen, dort geht es von 5,5% (Starkbier) bis zu 60% (Rum).

Alkoholismus ist eine Suchtkrankheit, die zu psychischen, körperlichen und sozialen Schäden führen kann. In Deutschland gibt es im Jahr ca. 40.000 Tote, 2,5 Millionen Menschen sind alkoholabhängig und 600.000-1.000.000 gelten als Alkoholiker. Und es gibt auch indirekte Opfer, wie z.B. Verkehrsunfall wegen Alkohol am Steuer oder Missbildungen, weil die Mutter Alkoholikerin ist. Alkoholiker werden in 2 Gruppen eingeteilt:

  • Nicht Süchtige:
    • Alpha- und Betatrinker
  • Süchtige Alkoholiker:
    • Gamma-, Delta- und Epsilontrinker.

5 Fragen zur Vertiefung:

  • Wie hoch ist der maximale Alkoholanteil der bei der natürlichen Gärung entsteht?
  • Wie viele Alkohol-Tote gibt es im Jahr in Deutschland?
  • Wie berechnet man den Blutspiegel in Promille?
  • Nenne 3 Risiken die mit dem Alkoholtrinken zusammen hängen?
  • Wie heißt das Enzym das Alkohol abbaut?

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Warum trinken gerade Jugendliche Alkohol?

Es gibt verschiedene Gründe, weshalb Alkohol für Jugendliche attraktiv ist. Alkohol ist im allgemeinen eine gesellschaftlich akzeptierte Droge. Jugendliche sehen ihre Eltern regelmäßig Alkohol trinken und bekommen dadurch vermittelt, dass das in Ordnung ist.

Gruppenzwang
Viele denken, wenn sie Alkohol trinken ist es ein Zeichen der Männlichkeit. Auf Partys oder im Freundeskreis ist der Boss, der am meisten verträgt.

Bei Stress oder Mangel an Selbstbewusstsein
Alkohol entspannt und hilft Jugendliche sich ungezwungen zu fühlen. Sich besonders trinkfest zu zeigen, kann viel Anerkennung und Aufmerksamkeit einbringen.

Zur Problembewältigung
Probleme werden im Alkohol ertränkt z.B. bei Schulschwierigkeiten, Konflikte in der Familie, Liebeskummer, Enttäuschungen oder Arbeitslosigkeit.

Wochenendsaufen
Besonders die wiederholten Alkoholräusche und das ,Wochenendsaufen“ spielt bei Jugendliche eine große Rolle. 14% der 13 bis 14 Jährigen konsumieren regelmäßig Alkohol. Bei den 15-jährigen sind es bereits mehr als ein Drittel. Drei Prozent der 16. Jährigen haben einen problematischen Alkoholkonsum

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