Catharina Regina von Greiffenberg (7. September 1633, Viehdorf - 10. April 1694, Nürnberg) war eine österreichische Barockdichterin.
Die bedeutendste deutsche Dichterin des Barock wurde mitten im Dreißigjährigen Krieg auf Schloss Seyssenegg (heute: Seisenegg, im Gemeindegebiet von Viehdorf bei Amstetten, Niederösterreich) geboren. Ihre Familie gehörte dem protestantischen Landadel an, der zunehmend unter der Gegenreformation und dem Minderheitenstatus im katholischen Herrschaftsgebiet zu leiden hatte. Ihre Mutter Eva Maria war eine Tochter des Wolf, Freiherrn von Pranck. Als Catharina Regina sieben Jahre alt war, starb ihr Vater Johann Gottfriedt (Linsmayr) von Greiffenberg (1575–1641). Der rund 30 Jahre jüngerer Halbbruder ihres Vaters, ihr Onkel Hans Rudolf (Linsmayr) von Greiffenberg, wurde daraufhin ihr Vormund und unterrichtete auch seine hochbegabte Nichte. Catharinas Vater hinterließ seinen Besitz hoch verschuldet.
Als Greiffenberg 18 Jahre alt war, starb ihre jüngere Schwester. Bald darauf hatte sie eine religiöse Erleuchtung, die sie dazu bewogen hat, ihr weiteres Leben der Verherrlichung Gottes durch Wort und Tat zu weihen (Deoglori). Dies ist als die Geburtsstunde der geistlichen Dichterin Catharina Regina von Greiffenberg anzusehen. Ihr Onkel war es auch, der im Jahr 1662 Greiffenbergs Sammlung »Geistliche Sonnette / Lieder und Gedichte« herausgab. Das Werk umfasste 250 Sonette und 42 geistliche Lieder. Obwohl es zur damaligen Zeit kein großer Erfolg wurde, ist es doch das Werk, das ihren Ruhm und Nachruhm bis heute begründet.
Unter dem wachsenden Druck der Gegenreformation und aus Furcht vor den Türken, die in österreichische Gebiete eingefallen waren, siedelte sie 1663 in die evangelische Reichsstadt Nürnberg über. Im Jahr 1664 heiratete Greiffenberg ihren Onkel Hans Rudolph. Als er bald darauf Opfer einer Intrige wegen Blutschande wurde und ins Gefängnis musste, musste Sie allein das Anwesen verwalten. Die Unannehmlichkeiten und Rechtsstreitigkeiten, die sich seit der Trauung mit dem Onkel für die Dichterin ergaben, verfolgten sie bis weit über den Tod Ihres Onkels und Ehemannes hinaus. 1677 starb ihr Mann und sie siedelte 1679 endgültig nach Nürnberg über. Die letzten vierzehn Lebensjahre verbrachte die Dichterin in Nürnberg.
Neben zahlreichen Gedichten veröffentlichte Catharina von Greiffenberg mehrere »Andachtsbücher« - biblische Betrachtungen mit lyrischen Einlagen - die sie schon zu Lebzeiten berühmt machten. Sie war Mitglied zweier Sprachgesellschaften: dem Pegnesischen Blumenorden unter Sigmund von Birken; und erstes weibliches Mitglied der von Philipp von Zesen gegründeten Teutschgesinnten Genossenschaft.
Ihr Werk umfasst etwa 4.400 Druckseiten. Besonders erwähnenswert sind ihre schönen Figurengedichte, für die das „Kreuzgedicht“ als Beispiel dienen kann.