Das tote Meer von Frank Wedekind

Mein Herz ist leer wie eine taube Nuß,
Als Kobold spuckt darin der Überdruß.
Wenn ich’s bei Licht mir nah’ vors Auge halte,
Bläckt er mich hämisch an aus enger Spalte.
 
An hundert Weiber hatt’ ich wohl im Sold,
Mit denen ich mein Gut und Blut vertollt,
Die schönsten Nymphen im modernen Babel,
Und ich blieb leer, vom Scheitel bis zum Nabel.
 
Kein Funke mehr, kein Stern aus früherer Welt;
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Kein Flämmchen, das den Busen sanft erhellt.
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Nur Pharus ragt noch stets mit glüh’nden Kohlen
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Hoch in die Nacht. Der Teufel soll ihn holen!
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24 KB)

Details zum Gedicht „Das tote Meer“

Anzahl Strophen
3
Anzahl Verse
12
Anzahl Wörter
96
Entstehungsjahr
1905
Epoche
Moderne

Gedicht-Analyse

Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um das Gedicht „Das tote Meer“ des Autors Frank Wedekind. Wedekind wurde im Jahr 1864 in Hannover geboren. Im Jahr 1905 ist das Gedicht entstanden. München ist der Erscheinungsort des Textes. Die Entstehungszeit des Gedichtes bzw. die Lebensdaten des Autors lassen eine Zuordnung zur Epoche Moderne zu. Bei Wedekind handelt es sich um einen typischen Vertreter der genannten Epoche. Das 96 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 12 Versen mit insgesamt 3 Strophen. Weitere bekannte Gedichte des Autors Frank Wedekind sind „Alte Liebe“, „Altes Lied“ und „Am Scheidewege“. Zum Autor des Gedichtes „Das tote Meer“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de weitere 114 Gedichte vor.

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