Die gefallene Seele von Angelus Silesius

Ich war ein englisch Bild, nun bin ich gleich den Tieren,
Ich schwebt im Paradeis in lauter Fröhlichkeit,
Nun sitz ich auf der Erd in lauter Angst und Leid.
Es konnte mich kein Grimm der untern Welt berühren,
Nun schmelz ich fast vor Hitz und muß vor Frost erfrieren
Und fühle tausend Weh. Ich war ein Herr der Zeit,
Nun meistert sie mich selbst. Ich war mir selbst mein Kleid,
Nun muß ich mich aus Not mit fremden Federn zieren.
Gott sah mich freundlich an und hieß mich liebes Kind,
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Nun schrecket mich sein Zorn und stößt mich weg die Sünd.
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Ich bin mit steter Furcht erfüllet und umgeben,
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Ich schau mein Ungelück mit eignen Augen an,
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Der Teufel und der Tod, die stehn mir nach dem Leben,
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Ach, ach, ich arme Seel! Was hab ich doch getan!
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.2 KB)

Details zum Gedicht „Die gefallene Seele“

Anzahl Strophen
1
Anzahl Verse
14
Anzahl Wörter
138
Entstehungsjahr
1624 - 1677
Epoche
Barock

Gedicht-Analyse

Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um das Gedicht „Die gefallene Seele“ des Autors Angelus Silesius. Silesius wurde im Jahr 1624 in Breslau geboren. Die Entstehungszeit des Gedichtes liegt zwischen den Jahren 1640 und 1677. Von der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her lässt sich das Gedicht der Epoche Barock zuordnen. Der Schriftsteller Silesius ist ein typischer Vertreter der genannten Epoche. Das 138 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 14 Versen mit nur einer Strophe. Die Gedichte „Die Gliedmaßen der Seelen“, „Du mußt geübt werden“ und „Gott ist mein Himmelbrot“ sind weitere Werke des Autors Angelus Silesius. Zum Autor des Gedichtes „Die gefallene Seele“ haben wir auf abi-pur.de weitere 1832 Gedichte veröffentlicht.

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