Der abgeleibte Selige von Angelus Silesius

O Gott, wie wohl ist mir! mein Leiden ist verschwunden,
Die Schmerzen sind dahin, die Trübsal hat ein End
Und alles Herzeleid ist von mir abgewendt.
Ich bin nun kerkerlos und seliglich entbunden,
Ich habe freudenreich gesiegt und überwunden.
Kein Feind berührt mich mehr und was man böse nennt,
Es wird mit keinem Weh mein Fröhlichsein getrennt,
Ich habe wahre Ruh und wahre Lust gefunden.
Der Himmel lacht mich an, die Engel nehmen mich
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Samt allen Heiligen mit Freuden unter sich.
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Ich bin so voller Trosts, daß ich fast überfließe,
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Ich habe, was ich will, und will, was ich genieße.
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Ich habe nun genug; man führt mich, wie ich bin,
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Zu meinem Bräutigam und süßen Jesu hin.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.2 KB)

Details zum Gedicht „Der abgeleibte Selige“

Anzahl Strophen
1
Anzahl Verse
14
Anzahl Wörter
117
Entstehungsjahr
1624 - 1677
Epoche
Barock

Gedicht-Analyse

Der Autor des Gedichtes „Der abgeleibte Selige“ ist Angelus Silesius. Im Jahr 1624 wurde Silesius in Breslau geboren. Das Gedicht ist in der Zeit von 1640 bis 1677 entstanden. Das Gedicht lässt sich an Hand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her der Epoche Barock zuordnen. Silesius ist ein typischer Vertreter der genannten Epoche. Das vorliegende Gedicht umfasst 117 Wörter. Es baut sich aus nur einer Strophe auf und besteht aus 14 Versen. Angelus Silesius ist auch der Autor für Gedichte wie „Vom Gewissen“, „Der Allerverliebteste, der Allerheiligste“ und „Man achtet das Ewige nicht“. Zum Autor des Gedichtes „Der abgeleibte Selige“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de weitere 1832 Gedichte vor.

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