Das hat er gut gemacht von Christian Felix Weiße

Clitandern macht sein Reichthum Sorgen:
Der bringt ihm Geld, und der will borgen,
Und jener handelt um den Pacht:
O welche Quaal! um sie zu enden,
Eilt er sein Reichthum zu verschwenden:
Das hat er gut gemacht!
 
Stax fordert Geld, um froh zu leben,
Sein Vater will ihm keines geben
Von Schätzen, die er toll bewacht:
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Er thut dem Vater einen Possen,
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Geht in den Krieg, und wird erschossen:
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Das hat er gut gemacht!
 
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Mops, in Carossen herzufahren,
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Nimmt sich ein Weib von siebzig Jahren,
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Denn sie hat Geld, und er liebt Pracht;
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Nie hat ihm mehr als jetzt gefehlet:
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Im kurzen ist er todt gequälet,
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Das hat er gut gemacht!
 
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Jobst, seiner Kinder Glück zu heben,
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Läßt sich des Adels Würde geben,
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Und lehrt sie ihres Standes Macht:
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Doch bey freyherrlichen Geberden
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Sieht sie die Welt zu Bettlern werden:
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Das hat er gut gemacht!
 
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Ruffin will als Minister sterben,
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Und sucht durch Ränke zu erwerben,
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Worzu ihn kein Verdienst gebracht;
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Er steigt am Hof und fällt auch wieder,
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Der Höfling tritt ihn stolz darnieder:
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Das hat er gut gemacht!
 
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Veit, der der Zeiten Bosheit kannte,
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Freut sich jetzt seiner alten Tante,
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Die seine junge Frau bewacht:
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Doch die zu menschlich sie zu quälen,
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Hilft ihr die jungen Buhler wählen:
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Das hat er gut gemacht!
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (26.3 KB)

Details zum Gedicht „Das hat er gut gemacht“

Anzahl Strophen
6
Anzahl Verse
36
Anzahl Wörter
215
Entstehungsjahr
1758
Epoche
Aufklärung

Gedicht-Analyse

Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um das Gedicht „Das hat er gut gemacht“ des Autors Christian Felix Weiße. Im Jahr 1726 wurde Weiße in Annaberg geboren. Die Entstehungszeit des Gedichtes geht auf das Jahr 1758 zurück. Der Erscheinungsort ist Leipzig. Das Gedicht lässt sich an Hand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her der Epoche Aufklärung zuordnen. Der Schriftsteller Weiße ist ein typischer Vertreter der genannten Epoche. Das 215 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 36 Versen mit insgesamt 6 Strophen. Weitere bekannte Gedichte des Autors Christian Felix Weiße sind „An die Muse“, „An die Muse“ und „An ein Veilchen“. Auf abi-pur.de liegen zum Autor des Gedichtes „Das hat er gut gemacht“ weitere 100 Gedichte vor.

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