Das große Lalulā von Christian Morgenstern

Kroklokwafzi? Semememi!
Seiokrontro – prafriplo:
Bifzi, bafzi; hulalemi:
quasti basti bo...
Lalu, lalu lalu lalu la!
 
Hontraruru miromente
zasku zes rü rü?
Entepente, leiolente
klekwapufzi lü?
10 
Lalu lalu lalu lalu la!
 
11 
Simarar kos malzipempu
12 
silzuzankunkrei (;)!
13 
Marjomar dos: Quempu Lempu
14 
Siri Suri Sei []!
15 
Lalu lalu lalu lalu la!
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24 KB)

Details zum Gedicht „Das große Lalulā“

Anzahl Strophen
3
Anzahl Verse
15
Anzahl Wörter
46
Entstehungsjahr
nach 1887
Epoche
Moderne

Gedicht-Analyse

Das Gedicht „Das große Lalulā“ stammt von dem deutschen Dichter Christian Morgenstern, der von 1871 bis 1914 lebte. Morgenstern ist bekannt für seine komischen und satirischen Gedichte. In „Das große Lalulā“ kann man ebenfalls seinen spielerischen Umgang mit der Sprache erkennen.

Bei dem ersten Eindruck fallen vor allem die ungewöhnlichen Worte auf, die sich wie eine Fantasiesprache anhören. Das Gedicht besteht aus drei Strophen mit jeweils fünf Versen. In jeder Strophe endet der letzte Vers mit dem wiederkehrenden „lalu lalu lalu lalu la!“.

Der Inhalt des Gedichts besteht aus Wörtern und Phrasen, die keinem bekannten lexikalischen oder grammatischen Muster folgen und daher keinen konkreten inhaltlichen Sinn ergeben. Das lyrische Ich könnte damit einen Ausbruch aus der Sinnhaftigkeit und eine spielerische Auseinandersetzung mit der Sprache selbst zum Ausdruck bringen.

Formal fällt auf, dass das Gedicht trotz seiner scheinbaren Beliebigkeit eine klare Struktur aufweist: Jede Strophe besteht aus fünf Versen, der letzte Vers ist stets „Lalu lalu lalu lalu la!“ Damit werden Erwartungen an eine regelmäßige Form und einen Reim erfüllt.

Die Sprache des Gedichts kann als lautmalend und nonsensisch bezeichnet werden. Es handelt sich um ein phonetisches Spiel, bei dem der Klang der Worte im Vordergrund steht und das keine Bedeutung vermittelt. Morgenstern spielt mit dem Klang der Sprache und bricht mit den Erwartungen an Sinnhaftigkeit und Verständlichkeit. Dieses Spiel verrät eine Distanz zum traditionellen Sprachgebrauch und eine Freude am Experimentieren.

Insgesamt könnte das Gedicht als eine lustvolle Auseinandersetzung mit der Form und der Materialität von Sprache gesehen werden, das die Erwartungen an Sinn und Verständlichkeit bricht, und damit eine freie kreative Entfaltung ermöglichen könnte.

Weitere Informationen

Christian Morgenstern ist der Autor des Gedichtes „Das große Lalulā“. Im Jahr 1871 wurde Morgenstern in München geboren. Im Zeitraum zwischen 1887 und 1914 ist das Gedicht entstanden. Erscheinungsort des Textes ist Zürich. Das Gedicht lässt sich anhand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her der Epoche Moderne zuordnen. Morgenstern ist ein typischer Vertreter der genannten Epoche. Das 46 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 15 Versen mit insgesamt 3 Strophen. Weitere Werke des Dichters Christian Morgenstern sind „An eine Freundin“, „Anto-logie“ und „Bedenke, Freund, was wir zusammen sprachen“. Zum Autor des Gedichtes „Das große Lalulā“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de weitere 189 Gedichte vor.

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