Grabschrift von Marie von Ebner-Eschenbach

Im Schatten dieser Weide ruht
Ein armer Mensch, nicht schlimm noch gut.
Er hat gefühlt mehr als gedacht,
Hat mehr geweint als er gelacht;
Er hat geliebt und viel gelitten,
Hat schwer gekämpft und - nichts erstritten.
Nun liegt er endlich sanft gestreckt,
Wünscht nicht zu werden auferweckt.
Wollt Gott an ihm das Wunder tun,
10 
Er bäte: Herr, o laß mich ruhn!
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (23.7 KB)

Details zum Gedicht „Grabschrift“

Anzahl Strophen
1
Anzahl Verse
10
Anzahl Wörter
62
Entstehungsjahr
1830 - 1916
Epoche
Realismus

Gedicht-Analyse

Die Autorin des Gedichtes „Grabschrift“ ist Marie von Ebner-Eschenbach. Im Jahr 1830 wurde Ebner-Eschenbach geboren. Im Zeitraum zwischen 1846 und 1916 ist das Gedicht entstanden. Auf Grund der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten der Autorin kann der Text der Epoche Realismus zugeordnet werden. Bei Ebner-Eschenbach handelt es sich um eine typische Vertreterin der genannten Epoche. Das 62 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 10 Versen mit nur einer Strophe. Marie von Ebner-Eschenbach ist auch die Autorin für das Gedicht „Ein kleines Lied“, „Die Kunst soll sein“ und „Mit Dornen ist, zum Quell der“. Zur Autorin des Gedichtes „Grabschrift“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de weitere 17 Gedichte vor.

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