Tanagra von Rainer Maria Rilke

Ein wenig gebrannter Erde,
wie von großer Sonne gebrannt.
Als wäre die Gebärde
einer Mädchenhand
auf einmal nicht mehr vergangen;
ohne nach etwas zu langen,
zu keinem Dinge hin
aus ihrem Gefühle führend,
nur an sich selber rührend
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wie eine Hand ans Kinn.
 
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Wir heben und wir drehen
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eine und eine Figur;
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wir können fast verstehen
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weshalb sie nicht vergehen,
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aber wir sollen nur
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tiefer und wunderbarer
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hängen an dem was war
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und lächeln: ein wenig klarer
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vielleicht als vor einem Jahr.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.1 KB)

Details zum Gedicht „Tanagra“

Anzahl Strophen
2
Anzahl Verse
19
Anzahl Wörter
82
Entstehungsjahr
1875 - 1926
Epoche
Moderne

Gedicht-Analyse

Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um das Gedicht „Tanagra“ des Autors Rainer Maria Rilke. Rilke wurde im Jahr 1875 in Prag geboren. Zwischen den Jahren 1891 und 1926 ist das Gedicht entstanden. Eine Zuordnung des Gedichtes zur Epoche Moderne kann auf Grund der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten des Autors vorgenommen werden. Rilke ist ein typischer Vertreter der genannten Epoche. Das vorliegende Gedicht umfasst 82 Wörter. Es baut sich aus 2 Strophen auf und besteht aus 19 Versen. Der Dichter Rainer Maria Rilke ist auch der Autor für Gedichte wie „Abend in Skaane“, „Absaloms Abfall“ und „Adam“. Zum Autor des Gedichtes „Tanagra“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de weitere 337 Gedichte vor.

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