Addio von Marie Eugenie Delle Grazie

Leb’ wohl, mein Rom! Ich hab’ mit dir gestritten
In heißer, fiebernder Gedankenschlacht,
Mit dir gejubelt und mit dir gelitten,
Gescherzt bei Tag und ach! geweint bei Nacht!
 
Du hast das schlimmste Gift mir eingegeben:
Das Gift, das uns die letzte Hoffnung raubt,
Und uns der Täuschung sammt’nen Schmelz vom Leben
Wie einem Schmetterling vom Flügel staubt!
 
Wie Alle hast du mich an dich gezogen,
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Bezaubert, hingerissen und bethört,
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Auf Trümmern mir von einem Glück gelogen,
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Das du im Sonnenglanze hart zerstört –
 
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Doch groll’ ich nicht... zur Heimat geht es wieder,
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Wenn auch mit schnöd gebroch’nem Wanderstab –
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Ich bring’ mit ihm die alten Qualen wieder
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Und hier wie dort leg’ ich ihn auf ein Grab!

Details zum Gedicht „Addio“

Anzahl Strophen
4
Anzahl Verse
16
Anzahl Wörter
117
Entstehungsjahr
1892
Epoche
Realismus

Gedicht-Analyse

Das Gedicht „Addio“ stammt aus der Feder der Autorin bzw. Lyrikerin Marie Eugenie Delle Grazie. Geboren wurde Delle Grazie im Jahr 1864 in Weißkirchen (Bela Crkva). Das Gedicht ist im Jahr 1892 entstanden. Erscheinungsort des Textes ist Leipzig. Eine Zuordnung des Gedichtes zur Epoche Realismus kann auf Grund er Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten der Autorin vorgenommen werden. Bei der Schriftstellerin Delle Grazie handelt es sich um eine typische Vertreterin der genannten Epoche. Das vorliegende Gedicht umfasst 117 Wörter. Es baut sich aus 4 Strophen auf und besteht aus 16 Versen. Weitere bekannte Gedichte der Autorin Marie Eugenie Delle Grazie sind „Abendsonnenschein“, „Abschied“ und „Addio a Capri“. Zur Autorin des Gedichtes „Addio“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de weitere 71 Gedichte vor.

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