Die Engel von Heinrich Heine

Freilich, ein ungläub'ger Thomas,
Glaub ich an den Himmel nicht,
Den die Kirchenlehre Romas
Und Jerusalems verspricht.
 
Doch die Existenz der Engel,
Die bezweifelte ich nie;
Lichtgeschöpfe sonder Mängel,
Hier auf Erden wandeln sie.
 
Nur, genäd'ge Frau, die Flügel
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Sprech ich jenen Wesen ab;
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Engel gibt es ohne Flügel,
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Wie ich selbst gesehen hab.
 
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Lieblich mit den weißen Händen,
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Lieblich mit dem schönen Blick
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Schützen sie den Menschen, wenden
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Von ihm ab das Mißgeschick.
 
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Ihre Huld und ihre Gnaden
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Trösten jeden, doch zumeist
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Ihn, der doppelt qualbeladen,
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Ihn, den man den Dichter heißt.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.3 KB)

Details zum Gedicht „Die Engel“

Anzahl Strophen
5
Anzahl Verse
20
Anzahl Wörter
93
Entstehungsjahr
1797 - 1856
Epoche
Junges Deutschland & Vormärz

Gedicht-Analyse

Das Gedicht „Die Engel“ stammt aus der Feder des Autors bzw. Lyrikers Heinrich Heine. 1797 wurde Heine in Düsseldorf geboren. Das Gedicht ist in der Zeit von 1813 bis 1856 entstanden. Von der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her lässt sich das Gedicht der Epoche Junges Deutschland & Vormärz zuordnen. Heine ist ein typischer Vertreter der genannten Epoche. Das 93 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 20 Versen mit insgesamt 5 Strophen. Die Gedichte „Altes Lied“, „Am Golfe von Biskaya“ und „Am Kreuzweg wird begraben“ sind weitere Werke des Autors Heinrich Heine. Zum Autor des Gedichtes „Die Engel“ haben wir auf abi-pur.de weitere 529 Gedichte veröffentlicht.

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