Das Kind von Heinrich Heine

Den Frommen schenkt's der Herr im Traum,
Weißt nicht, wie dir geschah!
Du kriegst ein Kind und merkst es kaum,
Jungfrau Germania.
 
Es windet sich ein Bübelein
Von deiner Nabelschnur,
Es wird ein hübscher Schütze sein,
Als wie der Gott Amour.
 
Trifft einst in höchster Luft den Aar,
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Und flög er noch so stolz,
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Den doppelköpfigen sogar
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Erreicht sein guter Bolz.
 
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Doch nicht wie jener blinde Heid',
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Nicht wie der Liebesgott,
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Soll er sich ohne Hos' und Kleid
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Zeigen als Sansculott'.
 
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Bei uns zu Land die Witterung,
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Moral und Polizei
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Gebieten streng, daß alt und jung
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Leiblich bekleidet sei.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.3 KB)

Details zum Gedicht „Das Kind“

Anzahl Strophen
5
Anzahl Verse
20
Anzahl Wörter
99
Entstehungsjahr
1797 - 1856
Epoche
Junges Deutschland & Vormärz

Gedicht-Analyse

Das Gedicht „Das Kind“ stammt aus der Feder des Autors bzw. Lyrikers Heinrich Heine. Der Autor Heinrich Heine wurde 1797 in Düsseldorf geboren. In der Zeit von 1813 bis 1856 ist das Gedicht entstanden. Anhand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her kann der Text der Epoche Junges Deutschland & Vormärz zugeordnet werden. Der Schriftsteller Heine ist ein typischer Vertreter der genannten Epoche. Das Gedicht besteht aus 20 Versen mit insgesamt 5 Strophen und umfasst dabei 99 Worte. Weitere Werke des Dichters Heinrich Heine sind „Ahnung“, „Allnächtlich im Traume seh’ ich dich“ und „Almansor“. Auf abi-pur.de liegen zum Autor des Gedichtes „Das Kind“ weitere 529 Gedichte vor.

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