Dann von Richard Dehmel

Doch als du dann gegangen,
da hat sich mein Verlangen
ganz aufgethan nach dir ...
Als sollt’ich dich verlieren,
schüttelte ich mit irren
Fingern deine verschlossne Thür.
 
Und durch die Nacht der Scheiben,
ob du nicht würdest bleiben,
bettelten meine Augen, und –
10 
Du gingst hinauf die Stufen
11 
und hast mich nicht gerufen,
12 
mich nicht zurück an deinen Mund.
 
13 
Vernahm nur noch mit stieren
14 
Sinnen dein Schlüsselklirren
15 
im schwarzen Flur, und dann –
16 
Traum ... bis die Schatten kamen,
17 
wo wir im Park zusammen
18 
ins bodenlose Wasser sahn.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.1 KB)

Details zum Gedicht „Dann“

Anzahl Strophen
3
Anzahl Verse
18
Anzahl Wörter
85
Entstehungsjahr
1893
Epoche
Moderne

Gedicht-Analyse

Der Autor des Gedichtes „Dann“ ist Richard Dehmel. Dehmel wurde im Jahr 1863 in Wendisch-Hermsdorf, Mark Brandenburg geboren. 1893 ist das Gedicht entstanden. In München ist der Text erschienen. Anhand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her kann der Text der Epoche Moderne zugeordnet werden. Bei Dehmel handelt es sich um einen typischen Vertreter der genannten Epoche. Das vorliegende Gedicht umfasst 85 Wörter. Es baut sich aus 3 Strophen auf und besteht aus 18 Versen. Weitere Werke des Dichters Richard Dehmel sind „Ballade vom Volk“, „Bann“ und „Bastard“. Zum Autor des Gedichtes „Dann“ haben wir auf abi-pur.de weitere 490 Gedichte veröffentlicht.

+ Wie analysiere ich ein Gedicht?

Daten werden aufbereitet

Weitere Gedichte des Autors Richard Dehmel (Infos zum Autor)

Zum Autor Richard Dehmel sind auf abi-pur.de 490 Dokumente veröffentlicht. Alle Gedichte finden sich auf der Übersichtsseite des Autors.