Die heilige Bahn von Johann Christian Friedrich Hölderlin

Ist also dies die heilige Bahn?
Herrlicher Blick - o trüge mich nicht!
Diese geh ich?? schwebend auf des Liedes
Hoher fliegender Morgenwolke?
 
Und welch ist jene? künstlich gebaut
Eben hinaus, mit Marmor beschränkt,
Prächtig gerad, gleich den Sonnenstrahlen
An der Pforte ein hoher Richtstuhl?
 
Ha! wie den Richtstuhl Purpur umfließt,
10 
Und der Smaragd, wie blendend er glänzt,
11 
Und auf dem Stuhl, mit dem großen Szepter
12 
Aristoteles hinwärts blickend
 
13 
Mit hellem scharfem Aug auf des Lieds
14 
Feurigen Lauf - und jenes Gebirg
15 
Eilt sie hinweg - mutig in die Täler
16 
Stürzt sie, ungestüm, und ihr Boden
 
17 
Ist wie des Nordens Flammengewölk,
18 
Wallend vom Tritt des rennenden Gangs
19 
Waffengeräusch rauschen seine Tritte
20 
Über alternde Wolkenfelsen.
 
21 
Ha! sie ist heiß, die heilige Bahn
22 
Ach wie geübt der Große dort rennt,
23 
Um ihn herum - wie da Staunen wimmelt,
24 
Freunde - Vaterland - fernes Ausland.
 
25 
Und ich um ihn mit Mückengesums
26 
Niedrig - im Staub - Nein, Großer, das nicht.
27 
Mutig hinan! - ! - Wanns nun da ist, voll ist...
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (26.8 KB)

Details zum Gedicht „Die heilige Bahn“

Anzahl Strophen
7
Anzahl Verse
27
Anzahl Wörter
167
Entstehungsjahr
1770 - 1843
Epoche
Aufklärung,
Empfindsamkeit,
Sturm & Drang

Gedicht-Analyse

Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um das Gedicht „Die heilige Bahn“ des Autors Johann Christian Friedrich Hölderlin. Hölderlin wurde im Jahr 1770 in Lauffen am Neckar geboren. Das Gedicht ist in der Zeit von 1786 bis 1843 entstanden. Eine Zuordnung des Gedichtes zu den Epochen Aufklärung, Empfindsamkeit, Sturm & Drang, Klassik, Romantik, Biedermeier oder Junges Deutschland & Vormärz kann auf Grund der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten des Autors vorgenommen werden. Die Zuordnung der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Basis geschehen. Bitte überprüfe unbedingt die Richtigkeit der Angaben bei Verwendung. Das vorliegende Gedicht umfasst 167 Wörter. Es baut sich aus 7 Strophen auf und besteht aus 27 Versen. Die Gedichte „An die Deutschen“, „An die Parzen“ und „An die jungen Dichter“ sind weitere Werke des Autors Johann Christian Friedrich Hölderlin. Zum Autor des Gedichtes „Die heilige Bahn“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de weitere 181 Gedichte vor.

+ Wie analysiere ich ein Gedicht?

Daten werden aufbereitet

Fertige Biographien und Interpretationen, Analysen oder Zusammenfassungen zu Werken des Autors Johann Christian Friedrich Hölderlin

Wir haben in unserem Hausaufgaben- und Referate-Archiv weitere Informationen zu Johann Christian Friedrich Hölderlin und seinem Gedicht „Die heilige Bahn“ zusammengestellt. Diese Dokumente könnten Dich interessieren.

Weitere Gedichte des Autors Johann Christian Friedrich Hölderlin (Infos zum Autor)

Zum Autor Johann Christian Friedrich Hölderlin sind auf abi-pur.de 181 Dokumente veröffentlicht. Alle Gedichte finden sich auf der Übersichtsseite des Autors.