Actäon von Carl Streckfuß

Diana hat dem Quell sich hingegeben,
Sanft nickt auf sie der Büsche Schatten nieder,
Aus jungen Zweigen tönen leise Lieder,
Und alles ruht in wundersüßem Leben.
 
Was sterblich ist, entweicht mit heil’gem Beben,
Actäon nur kehrt kühnen Frevels wieder,
Und lüstern schaut er auf die schönen Glieder,
Die durch der Fluthen schnelle Kreise streben.
 
Doch Phoebe sieht’s, und ihren Zorn zu stillen,
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Gebeut sie schnell: Sey, Frevler, umgestaltet
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Zum scheuen Wilde für dein kühnes Wagen.
 
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Nie darf dem Blick das Höchste sich enthüllen.
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Der Sterbliche soll kühn, doch unentfaltet
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In seines Herzens Heiligthum es tragen.

Details zum Gedicht „Actäon“

Anzahl Verse
4
Anzahl Zeilen
14
Anzahl Wörter
97
Entstehungsjahr
1804
Epoche
Klassik,
Romantik

Gedicht-Analyse

Der Autor des Gedichtes „Actäon“ ist Carl Streckfuß. Geboren wurde Streckfuß im Jahr 1778 in Gera. Die Entstehungszeit des Gedichtes geht auf das Jahr 1804 zurück. Erschienen ist der Text in Wien. Von der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autoren her lässt sich das Gedicht den Epochen Klassik oder Romantik zuordnen. Die Richtigkeit der Epochen sollte vor Verwendung geprüft werden. Die Zuordnung der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen. Da es keine starren zeitlichen Grenzen bei der Epochenbestimmung gibt, können hierbei Fehler entstehen. Das Gedicht besteht aus 14 Zeilen mit insgesamt 4 Versen und umfasst dabei 97 Worte. Weitere bekannte Gedichte des Autoren Carl Streckfuß sind „An Maria del Caro“, „An Nadine“ und „An die Kronprinzessin von Preußen“. Auf abi-pur.de liegen zum Autoren des Gedichtes „Actäon“ weitere 50 Gedichte vor.

Weitere Gedichte des Autoren Carl Streckfuß (Infos zum Autor)

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