An die Hoffnung von Johann Christian Friedrich Hölderlin

O Hoffnung! holde! gütiggeschäftige!
Die du das Haus der Trauernden nicht verschmähst,
Und gerne dienend, Edle! zwischen
Sterblichen waltest und Himmelsmächten,
Wo bist du? wenig lebt ich; doch atmet kalt
Mein Abend schon. Und stille, den Schatten gleich,
Bin ich schon hier; und schon gesanglos
Schlummert das schaudernde Herz im Busen.
 
Im grünen Tale, dort, wo der frische Quell
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Vom Berge täglich rauscht, und die liebliche
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Zeitlose mir am Herbsttag aufblüht,
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Dort, in der Stille, du Holde, will ich
 
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Dich suchen, oder wenn in der Mitternacht
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Das unsichtbare Leben im Haine wallt,
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Und über mir die immerfrohen
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Blumen, die blühenden Sterne, glänzen,
 
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O du des Aethers Tochter! erscheine dann
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Aus deines Vaters Gärten, und darfst du nicht,
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Ein Geist der Erde, kommen, schröck, o
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Schröcke mit anderem nur das Herz mir.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (25.5 KB)

Details zum Gedicht „An die Hoffnung“

Anzahl Strophen
4
Anzahl Verse
20
Anzahl Wörter
131
Entstehungsjahr
1770 - 1843
Epoche
Aufklärung,
Empfindsamkeit,
Sturm & Drang

Gedicht-Analyse

Das Gedicht „An die Hoffnung“ stammt aus der Feder des Autors bzw. Lyrikers Johann Christian Friedrich Hölderlin. Geboren wurde Hölderlin im Jahr 1770 in Lauffen am Neckar. In der Zeit von 1786 bis 1843 ist das Gedicht entstanden. Die Entstehungszeit des Gedichtes bzw. die Lebensdaten des Autors lassen eine Zuordnung zu den Epochen Aufklärung, Empfindsamkeit, Sturm & Drang, Klassik, Romantik, Biedermeier oder Junges Deutschland & Vormärz zu. Die Zuordnung der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Basis geschehen. Bitte überprüfe unbedingt die Richtigkeit der Angaben bei Verwendung. Das 131 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 20 Versen mit insgesamt 4 Strophen. Johann Christian Friedrich Hölderlin ist auch der Autor für Gedichte wie „An Ihren Genius“, „An die Deutschen“ und „An die Parzen“. Zum Autor des Gedichtes „An die Hoffnung“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de weitere 181 Gedichte vor.

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