Cäsarenwahnsinn von Marie Eugenie Delle Grazie

Götterwürd’ und Götterrechte
Habt ihr kühn euch angemaßt,
Geist und Tugend wurden Knechte,
Wo die Willkür toll gepraßt;
 
Trotzig fern den Erdgebornen,
Aber auch der Götter Huld,
Mußtet ihr den Wahlerkor’nen
Furchtbar zahlen eure Schuld!
 
Wahnsinn schlang sich mit der Krone
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Rom’s um die Cäsarenstirn,
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Erbt’ vom Vater sich zum Sohne,
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Fraß am Herzen euch und Hirn;
 
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Wahnsinn übt als Schicksalsfehme
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Heute noch den gleichen Spruch:
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Götter schenken Diademe,
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Wer sie raubt, den trifft ihr Fluch!

Details zum Gedicht „Cäsarenwahnsinn“

Anzahl Strophen
4
Anzahl Verse
16
Anzahl Wörter
78
Entstehungsjahr
1892
Epoche
Realismus

Gedicht-Analyse

Das Gedicht „Cäsarenwahnsinn“ stammt aus der Feder der Autorin bzw. Lyrikerin Marie Eugenie Delle Grazie. Im Jahr 1864 wurde Delle Grazie in Weißkirchen (Bela Crkva) geboren. Die Entstehungszeit des Gedichtes geht auf das Jahr 1892 zurück. Der Erscheinungsort ist Leipzig. Anhand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten der Autorin her kann der Text der Epoche Realismus zugeordnet werden. Die Schriftstellerin Delle Grazie ist eine typische Vertreterin der genannten Epoche. Das 78 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 16 Versen mit insgesamt 4 Strophen. Die Dichterin Marie Eugenie Delle Grazie ist auch die Autorin für Gedichte wie „Abendsonnenschein“, „Abschied“ und „Addio“. Zur Autorin des Gedichtes „Cäsarenwahnsinn“ haben wir auf abi-pur.de weitere 71 Gedichte veröffentlicht.

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