Chemnitzer Bußtag 1928 von Joachim Ringelnatz

Ich aber ging zum Tambour hin,
Weil ich nicht gern im Trüben bin,
Und weil im Tambour Lou verkehrt
Und immer vieler Männer harrt.
Und dennoch ist die Lou apart
Und wird von mir verehrt.
 
Die Lou hat hoch im Hinterbein
Flecken, die biß ein junger
Fratz von Kollegin ihr hinein,
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Aus Liebe nicht, aus Hunger.
 
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Wenn ich nicht mehr in Chemnitz bin,
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Geht ihr einmal zum Tambour hin
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Und schaut nach meiner Lou!
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Doch wer mir diese Lou verführt,
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Behandle sie, wie’s ihr gebührt
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Und zahle zehn Mark zu.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.2 KB)

Details zum Gedicht „Chemnitzer Bußtag 1928“

Anzahl Strophen
3
Anzahl Verse
16
Anzahl Wörter
91
Entstehungsjahr
1929
Epoche
Moderne,
Expressionismus

Gedicht-Analyse

Das Gedicht „Chemnitzer Bußtag 1928“ stammt aus der Feder des Autors bzw. Lyrikers Joachim Ringelnatz. Im Jahr 1883 wurde Ringelnatz in Wurzen geboren. Im Jahr 1929 ist das Gedicht entstanden. Erschienen ist der Text in Berlin. Auf Grund der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten des Autors kann der Text den Epochen Moderne oder Expressionismus zugeordnet werden. Ringelnatz ist ein typischer Vertreter der genannten Epochen. Das vorliegende Gedicht umfasst 91 Wörter. Es baut sich aus 3 Strophen auf und besteht aus 16 Versen. Weitere bekannte Gedichte des Autors Joachim Ringelnatz sind „Abschiedsworte an Pellka“, „Afrikanisches Duell“ und „Alone“. Auf abi-pur.de liegen zum Autor des Gedichtes „Chemnitzer Bußtag 1928“ weitere 560 Gedichte vor.

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