Brunnen von Rainer Maria Rilke

Ganz verschollen ist die alte,
holde Brunnenpoesie,
da aus Tritons Muschelspalte
eine klare Quelle lallte,
die den Gassen Sprache lieh.
 
Abends bei dem Röhrenkasten
sammelte sich Paar um Paar,
weil der Quelle lieblich Glasten
und ihr Laut der tiefgefaßten
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Neigung süßes Omen war.
 
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Aber als durch Menschenmühn dann
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Wasser treppenaufwärts stieg
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und kein Paar kam: Misogyn dann
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ward der Gott; es schlich sich Grünspan
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in die Muschel, – und er schwieg.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (23.9 KB)

Details zum Gedicht „Brunnen“

Anzahl Strophen
3
Anzahl Verse
15
Anzahl Wörter
70
Entstehungsjahr
nach 1891
Epoche
Moderne

Gedicht-Analyse

Der Autor des Gedichtes „Brunnen“ ist Rainer Maria Rilke. Im Jahr 1875 wurde Rilke in Prag geboren. Im Zeitraum zwischen 1891 und 1926 ist das Gedicht entstanden. Der Erscheinungsort ist Frankfurt am Main. Anhand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her kann der Text der Epoche Moderne zugeordnet werden. Bei dem Schriftsteller Rilke handelt es sich um einen typischen Vertreter der genannten Epoche. Das Gedicht besteht aus 15 Versen mit insgesamt 3 Strophen und umfasst dabei 70 Worte. Die Gedichte „Abend“, „Abend“ und „Abend“ sind weitere Werke des Autors Rainer Maria Rilke. Auf abi-pur.de liegen zum Autor des Gedichtes „Brunnen“ weitere 337 Gedichte vor.

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