Blumentag von Klabund

Die kleine Gräfin spricht:
 
Wie befreit ich atme!
Keckheit wurde Pflicht –
Lächelnd zieh ich vom Gesicht
Schleiertuch der Fatme.
 
Denn wie Morgenländerin
Ging ich sonst behütet,
Mutter hat gewütet,
Wenn ich lächelte …
 
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Aber heute springt mein Blick
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Über alle Hürden,
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Meines Standes Bürden
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Werfe ich zurück.
 
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Keinem Gegenblicke will ich wehren,
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Schaffner und Kommis –
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Ach, ich wußte nie,
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Daß sie liebe Menschen wären.
 
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Hefte ich die Margerite
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Ihnen an die Brust,
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Fühl ich Lust um Lust,
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Wie mein Herz erzittert …
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.3 KB)

Details zum Gedicht „Blumentag“

Autor
Klabund
Anzahl Strophen
6
Anzahl Verse
21
Anzahl Wörter
80
Entstehungsjahr
1913
Epoche
Moderne,
Expressionismus

Gedicht-Analyse

Der Autor des Gedichtes „Blumentag“ ist Klabund. 1890 wurde Klabund in Crossen an der Oder geboren. 1913 ist das Gedicht entstanden. Berlin ist der Erscheinungsort des Textes. Eine Zuordnung des Gedichtes zu den Epochen Moderne oder Expressionismus kann auf Grund der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten des Autors vorgenommen werden. Die Angaben zur Epoche prüfe bitte vor Verwendung auf Richtigkeit. Die Zuordnung der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen. Da sich die Literaturepochen zeitlich teilweise überschneiden, ist eine reine zeitliche Zuordnung fehleranfällig. Das Gedicht besteht aus 21 Versen mit insgesamt 6 Strophen und umfasst dabei 80 Worte. Der Dichter Klabund ist auch der Autor für Gedichte wie „Abschied der Mutter von ihrem Sohn“, „Ad notam“ und „Akim Akimitsch“. Zum Autor des Gedichtes „Blumentag“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de weitere 139 Gedichte vor.

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