Bey Münters Grabe von Friederike Brun

Herr! Verleihe Trost den Deinen;
Allen, Allen, die da weinen! –
Sanft, wie er gewandelt hat,
Endet sich sein Erdenpfad;
Und, im Schlummer hingeschieden,
Ruhet er in Gottes Frieden!
 
Mond und Erde wird vergehen;
Unser Geist wird auferstehen.
Weinet nicht an seiner Gruft,
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Die nur Staub zum Staube ruft.
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Gottes Kindern sind beschieden
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Seeligkeit und ew’ger Frieden.
 
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Hier vor Deinem Angesichte,
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Einst im ewigen Gerichte,
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Zeugen wir: In Wort und That
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Gieng er, Vater! Deinen Pfad;
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Und die Kraft von seiner Lehre
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Lindert izt noch unsre Zähre.
 
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Segne ferner unsre Lehrer;
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Segne jeden frommen Hörer,
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Daß die hier gestreute Saat
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Keime reich an heil’ger That;
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Und vollenden wir hienieden,
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Laß uns ruhn in deinem Frieden!

Details zum Gedicht „Bey Münters Grabe“

Anzahl Verse
4
Anzahl Zeilen
24
Anzahl Wörter
116
Entstehungsjahr
1795
Epoche
Klassik

Gedicht-Analyse

Die Autorin des Gedichtes „Bey Münters Grabe“ ist Friederike Brun. 1765 wurde Brun in Gräfentonna geboren. Im Jahr 1795 ist das Gedicht entstanden. In Zürich ist der Text erschienen. Auf Grund der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten der Autorin kann der Text der Epoche Klassik zugeordnet werden. Die Zuordnung der Epoche ist ausschließlich auf zeitlicher Basis geschehen. Bitte überprüfe unbedingt die Richtigkeit der Angaben bei Verwendung. Das vorliegende Gedicht umfasst 116 Wörter. Es baut sich aus 4 Versen auf und besteht aus 24 Zeilen. Weitere bekannte Gedichte der Autorin Friederike Brun sind „An meinen Brun“, „An meinen Mann auf der Reise“ und „Bey Henriettens Grabe“. Zur Autorin des Gedichtes „Bey Münters Grabe“ haben wir auf abi-pur.de weitere 58 Gedichte veröffentlicht.

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