Der erste Schnee von Friedrich Wilhelm Güll

Ei, du liebe, liebe Zeit,
ei, wie hat´s geschneit, geschneit!
Rings herum, wie ich mich dreh´ ,
nichts als Schnee und lauter Schnee.
Wald und Wiesen, Hof und Hecken,
alles steckt in weißen Decken.
 
Und im Garten jeder Baum,
jedes Bäumchen voller Flaum!
Auf dem Sims, dem Blumenbrett
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liegt er wie ein Federbett.
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Auf den Dächern um und um
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nichts als Baumwoll´ rings herum.
 
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Und der Schlot vom Nachbarhaus,
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wie possierlich sieht er aus:
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Hat ein weißes Müllerkäppchen,
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hat ein weißes Müllerjöppchen!
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Meint man nicht, wenn er so raucht,
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daß er just sein Pfeifchen schmaucht?
 
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Und im Hof der Pumpenstock
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hat gar einen Zottelrock
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und die ellenlange Nase
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geht schier vor bis an die Straße.
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Und gar draußen vor dem Haus!
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Wär´ nur erst die Schule aus!
 
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Aber dann, wenn´ s noch so stürmt,
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wird ein Schneemann aufgetürmt,
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dick und rund und rund und dick,
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steht er da im Augenblick.
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Auf dem Kopf als Hut ´nen Tiegel
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und im Arm den langen Prügel
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und die Füße tief im Schnee
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und wir rings herum, juhe!
 
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Ei, ihr lieben, lieben Leut´,
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was ist heut´ das eine Freud´!
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (26.2 KB)

Details zum Gedicht „Der erste Schnee“

Anzahl Strophen
6
Anzahl Verse
34
Anzahl Wörter
185
Entstehungsjahr
1812 - 1879
Epoche
Klassik,
Romantik,
Biedermeier

Gedicht-Analyse

Der Autor des Gedichtes „Der erste Schnee“ ist Friedrich Wilhelm Güll. Der Autor Friedrich Wilhelm Güll wurde 1812 in Ansbach geboren. In der Zeit von 1828 bis 1879 ist das Gedicht entstanden. Das Gedicht lässt sich an Hand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her den Epochen Klassik, Romantik, Biedermeier, Junges Deutschland & Vormärz oder Realismus zuordnen. Die Angaben zur Epoche prüfe bitte vor Verwendung auf Richtigkeit. Die Zuordnung der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen. Da sich die Literaturepochen zeitlich teilweise überschneiden, ist eine reine zeitliche Zuordnung fehleranfällig. Das vorliegende Gedicht umfasst 185 Wörter. Es baut sich aus 6 Strophen auf und besteht aus 34 Versen. Weitere bekannte Gedichte des Autors Friedrich Wilhelm Güll sind „Vor dem Christbaum“. Auf abi-pur.de liegen zum Autor des Gedichtes „Der erste Schnee“ keine weiteren Gedichte vor.

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