Waldmärchen von Christian Morgenstern

Es lebt ein Ries' im Wald,
der hat ein Ohr so groß,
wenn da ein Donner schallt,
ist's ihm ein Jucken bloß.
 
Er macht so mit der Hand,
als wie nach einer Hummel
sein eigenes Gebrummel
erschreckt das ganze Land.
 
Und kommt die Regenzeit,
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dann schläft er, und es wird
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aus seinem Ohr ein Teich,
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und dort sitzt dann der Hirt
 
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und tränkt dran seine Schaf;
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doch manchmal dreht, o Graus,
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der Ries' sich um im Schlaf
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und dann ist alles aus.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.1 KB)

Details zum Gedicht „Waldmärchen“

Anzahl Strophen
4
Anzahl Verse
16
Anzahl Wörter
82
Entstehungsjahr
1871 - 1914
Epoche
Moderne

Gedicht-Analyse

Das Gedicht „Waldmärchen“ stammt aus der Feder des Autors bzw. Lyrikers Christian Morgenstern. Morgenstern wurde im Jahr 1871 in München geboren. Das Gedicht ist in der Zeit von 1887 bis 1914 entstanden. Anhand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her kann der Text der Epoche Moderne zugeordnet werden. Der Schriftsteller Morgenstern ist ein typischer Vertreter der genannten Epoche. Das vorliegende Gedicht umfasst 82 Wörter. Es baut sich aus 4 Strophen auf und besteht aus 16 Versen. Weitere bekannte Gedichte des Autors Christian Morgenstern sind „Anto-logie“, „Bedenke, Freund, was wir zusammen sprachen“ und „Bim, Bam, Bum“. Zum Autor des Gedichtes „Waldmärchen“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de weitere 189 Gedichte vor.

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