Wegewart von Julius Wolff

Es wartet ein bleiches Jungfräulein
den Tag und die dunkle Nacht allein
auf ihren Herzliebsten am Wege,
wartet am Wege, Wegewart!
 
Sie spricht: und wenn ich hier Wurzeln schlag'
und warten soll bis zum jüngsten Tag,
ich warte auf ihn am Wege,
warte am Wege, Wegewart!
 
Vergessen hat sie der wilde Knab',
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und wo sie gewartet, da fand sie ihr Grab,
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ein Blümelein spriesset am Wege,
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spriesset am Wege, Wegewart!
 
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Der Sommer kommt und der Sommer geht,
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der Herbstwind über die Haide geht,
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das Blümlein wartet am Wege,
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wartet am Wege, Wegewart!
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24 KB)

Details zum Gedicht „Wegewart“

Autor
Julius Wolff
Anzahl Strophen
4
Anzahl Verse
16
Anzahl Wörter
92
Entstehungsjahr
1834 - 1910
Epoche
Realismus,
Naturalismus,
Moderne

Gedicht-Analyse

Das Gedicht „Wegewart“ stammt aus der Feder des Autors bzw. Lyrikers Julius Wolff. Wolff wurde im Jahr 1834 in Quedlinburg geboren. Im Zeitraum zwischen 1850 und 1910 ist das Gedicht entstanden. Anhand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her kann der Text den Epochen Realismus, Naturalismus, Moderne oder Expressionismus zugeordnet werden. Bei Verwendung der Angaben zur Epoche, prüfe bitte die Richtigkeit der Zurodnung. Die Auswahl der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen und muss daher nicht unbedingt richtig sein. Das 92 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 16 Versen mit insgesamt 4 Strophen. Weitere Werke des Dichters Julius Wolff sind „In Sturmes Not“, „Mit Flügeln“ und „Drei Rosen“. Zum Autor des Gedichtes „Wegewart“ haben wir auf abi-pur.de keine weiteren Gedichte veröffentlicht.

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