Bei Morcote von Paul Haller

Ein leichter Süd frischt auf, und Well’ auf Welle
Wirft meinem schlanken Kiel sich in den Weg,
Der leicht behindert, lächelnd weiterstrebt,
Wie man verschlung’ne Mädchenarme trennt.
 
Im Nebel biegt das nahe Ufer weiß
Sich fern zurück, bis wo der Himmel bleich
Im Silberschleier sich zur Erde neigt.
Ein Rätsel, ob er lächelt oder weint.
 
Und wunschlos treib’ ich zwischen Dunst und Licht
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Durch weiche, tiefe Seligkeiten hin.
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Nur an dem schlanken Kiele hängt mein Blick;
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Der findet irgendwo und irgendwann ein Ziel.

Details zum Gedicht „Bei Morcote“

Autor
Paul Haller
Anzahl Strophen
3
Anzahl Verse
12
Anzahl Wörter
84
Entstehungsjahr
nach 1898
Epoche
Naturalismus

Gedicht-Analyse

Paul Haller ist der Autor des Gedichtes „Bei Morcote“. Haller wurde im Jahr 1882 in Rein bei Brugg geboren. Zwischen den Jahren 1898 und 1920 ist das Gedicht entstanden. Erschienen ist der Text in Aarau. Von der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autoren her lässt sich das Gedicht der Epoche Naturalismus zuordnen. Haller ist ein typischer Vertreter der genannten Epoche. Das vorliegende Gedicht umfasst 84 Wörter. Es baut sich aus 3 Strophen auf und besteht aus 12 Versen. Weitere bekannte Gedichte des Autoren Paul Haller sind „An eine Sängerin“, „Augen“ und „Conrad Ferdinand Meyer“. Auf abi-pur.de liegen zum Autoren des Gedichtes „Bei Morcote“ weitere 65 Gedichte vor.

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