Das Infusorium von Heinrich Seidel

War einst ein Infusorium
Es war das grösste um und um
In seinem Wassertropfen.
Es sass und dacht': "Wer gleichet mir?
Was bin ich für ein riesig Thier!
Ich bin so groß! - soweit man sicht,
Erschaut man meines Gleichen nicht!"
 
Kam eine Maus an diesen Ort
Die hatte Durst und trank sofort
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Den ganzen Wassertropfen.
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Mit sammt den Infusorien all
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Fünfhunderttausend auf ein Mal.
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Gar mancher Mensch ist solch ein Thor,
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Wie dieser brave Infusor.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (23.9 KB)

Details zum Gedicht „Das Infusorium“

Anzahl Strophen
2
Anzahl Verse
14
Anzahl Wörter
76
Entstehungsjahr
1842 - 1906
Epoche
Realismus,
Naturalismus,
Moderne

Gedicht-Analyse

Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um das Gedicht „Das Infusorium“ des Autors Heinrich Seidel. Im Jahr 1842 wurde Seidel in Perlin (Mecklenburg-Schwerin) geboren. Im Zeitraum zwischen 1858 und 1906 ist das Gedicht entstanden. Das Gedicht lässt sich an Hand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her den Epochen Realismus, Naturalismus oder Moderne zuordnen. Bitte überprüfe unbedingt die Richtigkeit der Angaben zur Epoche bei Verwendung. Die Zuordnung der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen. Das Gedicht besteht aus 14 Versen mit insgesamt 2 Strophen und umfasst dabei 76 Worte. Weitere Werke des Dichters Heinrich Seidel sind „April“, „Die Musik der armen Leute“ und „Der Zug des Todes“. Auf abi-pur.de liegen zum Autor des Gedichtes „Das Infusorium“ weitere 216 Gedichte vor.

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