Der Gimpel von Heinrich Seidel

Behaglich sitzt in seinem kleinen Bauer
Der Gimpel, pfeifend sein gelerntes Lied.
Er hängt im Sonnenschein dort an der Mauer,
Er hat es gut, und gar nichts fällt ihm sauer,
Er ist zufrieden, wie man deutlich sieht.
 
Das ist die Kunst! Sie führt zu hohen Ehren:
Man hat das kleine Thier bezahlt mit Gold.
Kann man die Nachtigall wohl Lieder lehren?
Man kann es nicht! Drum soll den Gimpel ehren,
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Der wahrer Kunstvollendung Beifall zollt!
 
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Nun leiert er sein Lied, der brave Gimpel,
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Wie er's gelernt hat, alle Tage her,
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Pfeift seine Melodie so rein und simpel,
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Dass Alles jauchzt: "Wie schön singt unser Gimpel
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Das Liedchen doch: 'Wenn ich ein Vöglein wär' !"
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.1 KB)

Details zum Gedicht „Der Gimpel“

Anzahl Strophen
3
Anzahl Verse
15
Anzahl Wörter
113
Entstehungsjahr
1842 - 1906
Epoche
Realismus,
Naturalismus,
Moderne

Gedicht-Analyse

Das Gedicht „Der Gimpel“ stammt aus der Feder des Autors bzw. Lyrikers Heinrich Seidel. Im Jahr 1842 wurde Seidel in Perlin (Mecklenburg-Schwerin) geboren. Das Gedicht ist in der Zeit von 1858 bis 1906 entstanden. Eine Zuordnung des Gedichtes zu den Epochen Realismus, Naturalismus oder Moderne kann auf Grund der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten des Autors vorgenommen werden. Die Zuordnung der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Basis geschehen. Bitte überprüfe unbedingt die Richtigkeit der Angaben bei Verwendung. Das vorliegende Gedicht umfasst 113 Wörter. Es baut sich aus 3 Strophen auf und besteht aus 15 Versen. Die Gedichte „Der Tod Moltkes“, „Wälder im Walde“ und „Die Schwalbe“ sind weitere Werke des Autors Heinrich Seidel. Zum Autor des Gedichtes „Der Gimpel“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de weitere 216 Gedichte vor.

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