Weltlauf von Heinrich Seidel

Man denkt wohl hin und her:
Manches könnt' besser sein
Dies zu leicht - das zu schwer
Gross oder klein.
 
Manchmal zu still die Welt.
Manchmal zu toll
Manchmal fehlt Gut und Geld
Nichts geht wie's soll:
 
Durst und kein Tropfen Wein
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Käs' und kein Brot
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Zahnschmerz und Liebespein
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Ueberdruss - Noth!
 
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Dieser wird wild darob,
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Strampelt und schreit;
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Wird wie ein Wüthrich grob
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Schafft sich nur Leid.
 
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Jener, der winselt drum.
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Jammert und acht,
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Weint viele Thränen drum,
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Seufzt Tag und Nacht.
 
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Und die Welt, wie sie will,
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Geht ihren Lauf
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Hält sie kein Toben still
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Weinen nicht auf!
 
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Was man nicht ändern kann.
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Wie es auch zwickt
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Der ist am Besten dran,
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Der sich drein schickt!
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.7 KB)

Details zum Gedicht „Weltlauf“

Anzahl Strophen
7
Anzahl Verse
28
Anzahl Wörter
118
Entstehungsjahr
1842 - 1906
Epoche
Realismus,
Naturalismus,
Moderne

Gedicht-Analyse

Der Autor des Gedichtes „Weltlauf“ ist Heinrich Seidel. Geboren wurde Seidel im Jahr 1842 in Perlin (Mecklenburg-Schwerin). Zwischen den Jahren 1858 und 1906 ist das Gedicht entstanden. Eine Zuordnung des Gedichtes zu den Epochen Realismus, Naturalismus oder Moderne kann auf Grund der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten des Autors vorgenommen werden. Vor Verwendung der Angaben zur Epoche, prüfe bitte die Richtigkeit. Die Zuordnung der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen und daher anfällig für Fehler. Das vorliegende Gedicht umfasst 118 Wörter. Es baut sich aus 7 Strophen auf und besteht aus 28 Versen. Weitere Werke des Dichters Heinrich Seidel sind „Die Musik der armen Leute“, „Der Zug des Todes“ und „Der Tod Moltkes“. Zum Autor des Gedichtes „Weltlauf“ haben wir auf abi-pur.de weitere 216 Gedichte veröffentlicht.

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