Beatrice Cenci von Marie Eugenie Delle Grazie

Augen giebt’s, die das Verhängnis
Rufen.... klugen, wehdurchzuckt,
Drin wie ein Gespenst die Ahnung
Künftigen Entsetzens spukt;
 
Lippen, deren hellstes Lächeln
So von Müdigkeit umweht,
Wie im Mund des Hoffnungslosen
Ein verröchelndes: „Zu spät!“
 
Ach, und einer Schönheit Zauber,
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Wie sie Grabgeweihte schmückt,
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Eh’ der Tod sein hehres Siegel
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Auf die Stirn der Opfer drückt –
 
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Aber daß du sie vernichtest
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Und besudelst fürchterlich,
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Diese Märtyrer der Schönheit, –
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Dran, o Welt, erkenn’ ich dich!

Details zum Gedicht „Beatrice Cenci“

Anzahl Strophen
4
Anzahl Verse
16
Anzahl Wörter
74
Entstehungsjahr
1892
Epoche
Realismus

Gedicht-Analyse

Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um das Gedicht „Beatrice Cenci“ der Autorin Marie Eugenie Delle Grazie. Geboren wurde Delle Grazie im Jahr 1864 in Weißkirchen (Bela Crkva). Die Entstehungszeit des Gedichtes geht auf das Jahr 1892 zurück. Erschienen ist der Text in Leipzig. Auf Grund der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten der Autorin kann der Text der Epoche Realismus zugeordnet werden. Bei Delle Grazie handelt es sich um eine typische Vertreterin der genannten Epoche. Das 74 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 16 Versen mit insgesamt 4 Strophen. Die Gedichte „Atlantis“, „Campo Santo“ und „Capri, Capri, könnt’ ich je vergessen“ sind weitere Werke der Autorin Marie Eugenie Delle Grazie. Auf abi-pur.de liegen zur Autorin des Gedichtes „Beatrice Cenci“ weitere 71 Gedichte vor.

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