Veränderung von Heinrich Seidel

Noch weiss ich wohl, wie ich zuerst dich sah:
Es war zur Abendzeit und dunkel schon
In hellem, fliessendem Gewand, das unten
Ein zart Gekräusel schön umgab - die Finger,
Die zierlich schützend du ums' Licht gebogen,
Von ros'ger Glut durchhaucht - so standest du,
Und fragend schauten mich aus hellem Antlitz
Zwei dunkle Sterne an.
Wie anders jetzt,
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Wenn dein bebendes Ohr erlauscht den Schritt,
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Den wohlbekannten, wenn die leichten Füsschen
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Entgegen mir hinab die Stufen trillern
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Und liegst dann selig athmend mir im Arm
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Und küssest einzig nur und fragst nicht mehr!
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.1 KB)

Details zum Gedicht „Veränderung“

Anzahl Strophen
1
Anzahl Verse
14
Anzahl Wörter
94
Entstehungsjahr
1842 - 1906
Epoche
Realismus,
Naturalismus,
Moderne

Gedicht-Analyse

Das Gedicht „Veränderung“ stammt aus der Feder des Autors bzw. Lyrikers Heinrich Seidel. Seidel wurde im Jahr 1842 in Perlin (Mecklenburg-Schwerin) geboren. Die Entstehungszeit des Gedichtes liegt zwischen den Jahren 1858 und 1906. Die Entstehungszeit des Gedichtes bzw. die Lebensdaten des Autors lassen eine Zuordnung zu den Epochen Realismus, Naturalismus oder Moderne zu. Prüfe bitte vor Verwendung die Angaben zur Epoche auf Richtigkeit. Die Zuordnung der Epochen ist auf zeitlicher Ebene geschehen. Da sich Literaturepochen zeitlich überschneiden, ist eine reine zeitliche Zuordnung häufig mit Fehlern behaftet. Das vorliegende Gedicht umfasst 94 Wörter. Es baut sich aus nur einer Strophe auf und besteht aus 14 Versen. Weitere Werke des Dichters Heinrich Seidel sind „Der Zug des Todes“, „Der Tod Moltkes“ und „Wälder im Walde“. Zum Autor des Gedichtes „Veränderung“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de weitere 216 Gedichte vor.

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