Auf eine Nase von Heinrich Seidel

Wie ein Rubin auf rosenfarb'gem Grunde
In mildverklärtem Flammenscheine sprüht sie,
Wie eine Purpurros' mit sanftem Runde
Vergnüglich heiter freuderweckend blüht sie.
Im Abendroth manch froh durchschwärmter Stunde
Im Wiederschein viel rothen Weines glüht sie!
O welche Fluthen flossen schon zusammen
Zu schaffen dieses wundervolle Flammen!
 
Wie viele Lasten Silbers oder Goldes
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Dies Kupfer zu erzeugen sind verschwendet,
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Wie viele Länder haben schon ihr holdes
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Getränk zu ihrem Wohlgedeihn gespendet!
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Hinab von Kap-, Bordeaux- und Rheinwein rollt' es
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Ohn' Unterlass, bis endlich sie vollendet:
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Ein Flammenhügel, eine wundervolle
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Mit innrer Gluth getränkte Purpurknolle!
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.2 KB)

Details zum Gedicht „Auf eine Nase“

Anzahl Strophen
2
Anzahl Verse
16
Anzahl Wörter
93
Entstehungsjahr
1842 - 1906
Epoche
Realismus,
Naturalismus,
Moderne

Gedicht-Analyse

Der Autor des Gedichtes „Auf eine Nase“ ist Heinrich Seidel. Geboren wurde Seidel im Jahr 1842 in Perlin (Mecklenburg-Schwerin). Zwischen den Jahren 1858 und 1906 ist das Gedicht entstanden. Auf Grund der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten des Autors kann der Text den Epochen Realismus, Naturalismus oder Moderne zugeordnet werden. Vor Verwendung der Angaben zur Epoche, prüfe bitte die Richtigkeit. Die Zuordnung der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen und daher anfällig für Fehler. Das Gedicht besteht aus 16 Versen mit insgesamt 2 Strophen und umfasst dabei 93 Worte. Die Gedichte „April“, „Die Musik der armen Leute“ und „Der Zug des Todes“ sind weitere Werke des Autors Heinrich Seidel. Auf abi-pur.de liegen zum Autor des Gedichtes „Auf eine Nase“ weitere 216 Gedichte vor.

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