An die Leier von Gotthold Ephraim Lessing

Töne, frohe Leier,
Töne Lust und Wein!
Töne, sanfte Leier,
Töne Liebe drein!
 
Wilde Krieger singen,
Haß und Rach' und Blut.
In die Laute singen,
Ist nicht Lust, ist Wut.
 
Zwar der Heldensänger
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Sammelt Lorbeern ein;
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Ihn verehrt man länger;
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Lebt er länger? Nein.
 
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Er vergräbt im Leben
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Sich in Tiefsinn ein;
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Um erst dann zu leben,
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Wenn er Staub wird sein.
 
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Lobt sein göttlich Feuer,
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Zeit und Afterzeit!
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Und an meiner Leier
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Lobt die Fröhlichkeit.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.3 KB)

Details zum Gedicht „An die Leier“

Anzahl Strophen
5
Anzahl Verse
20
Anzahl Wörter
76
Entstehungsjahr
1729 - 1781
Epoche
Aufklärung

Gedicht-Analyse

Der Autor des Gedichtes „An die Leier“ ist Gotthold Ephraim Lessing. Geboren wurde Lessing im Jahr 1729 in Kamenz (Sachsen). Im Zeitraum zwischen 1745 und 1781 ist das Gedicht entstanden. Das Gedicht lässt sich anhand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her der Epoche Aufklärung zuordnen. Bei Lessing handelt es sich um einen typischen Vertreter der genannten Epoche. Das vorliegende Gedicht umfasst 76 Wörter. Es baut sich aus 5 Strophen auf und besteht aus 20 Versen. Die Gedichte „Abschied an den Leser“, „An den Leser“ und „An den Marull“ sind weitere Werke des Autors Gotthold Ephraim Lessing. Auf abi-pur.de liegen zum Autor des Gedichtes „An die Leier“ weitere 36 Gedichte vor.

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