Deutsche Weihnacht 1914 von Carl Busse

Weihnachtsabend ... Hoch drei Nebelstreifen,
Die sich kreuzen und ins Ferne greifen.
 
Einer greift nach Osten weit ins Leere,
Einer nordwärts hin zum grauen Meere,
 
Einer wendet unter Himmelsfesten
Dämmerleuchtend seine Bahn gen Westen.
 
Riesenströme zittern sie und fluten,
Angestrahlt von unsichtbaren Gluten.
 
Das ist Sehnsucht ... mächtig und unendlich,
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Hauch geworden und dem Auge kenntlich!
 
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Heil'ge Not, entbrannt in einem Volke,
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Droben wandernd wie mit Wind und Wolke!
 
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Das ist Liebe, die als Heer der Heere
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Weit hinauszieht auf das Feld der Ehre!
 
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Christknecht ... alter ... bleib in deiner Klause.
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Deutschlands Seele triffst du nicht zu Hause!
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.4 KB)

Details zum Gedicht „Deutsche Weihnacht 1914“

Autor
Carl Busse
Anzahl Strophen
8
Anzahl Verse
16
Anzahl Wörter
95
Entstehungsjahr
1872 - 1918
Epoche
Realismus,
Naturalismus,
Moderne

Gedicht-Analyse

Carl Busse ist der Autor des Gedichtes „Deutsche Weihnacht 1914“. Busse wurde im Jahr 1872 in Gummersbach geboren. Das Gedicht ist in der Zeit von 1888 bis 1918 entstanden. Anhand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her kann der Text den Epochen Realismus, Naturalismus, Moderne, Expressionismus oder Avantgarde / Dadaismus zugeordnet werden. Die Zuordnung der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Basis geschehen. Bitte überprüfe unbedingt die Richtigkeit der Angaben bei Verwendung. Das vorliegende Gedicht umfasst 95 Wörter. Es baut sich aus 8 Strophen auf und besteht aus 16 Versen. Carl Busse ist auch der Autor für Gedichte wie „Sommerruhe“, „Heidebild“ und „Der Sternseher“. Auf abi-pur.de liegen zum Autor des Gedichtes „Deutsche Weihnacht 1914“ weitere 24 Gedichte vor.

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