Kahnfahrt von Friedrich Theodor Vischer

Es sinkt der Tag; still wird es weit und breit.
Auf flüsternder, auf kühler Wasserbahn
Trägt leis' zwei Menschen hin ein leichter Kahn,
Zwei stille Menschen; still vor Seligkeit.
 
Der Mann ergreift des Weibes zarte Hand
Und spricht, indem er nah zu ihr sich bückt,
Der Stimme Zittern mühsam unterdrückt,
Mühsam die Thräne, die im Aug' ihm stand:
 
"O möge keines von uns zweien doch
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Je wiedersehn dies Land und diesen See,
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Das Herz zerrissen von der Trennung Weh!"
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Schon war es Nacht. Wir schwiegen. Weißt du's noch?
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (23.9 KB)

Details zum Gedicht „Kahnfahrt“

Anzahl Strophen
3
Anzahl Verse
12
Anzahl Wörter
88
Entstehungsjahr
1807 - 1887
Epoche
Klassik,
Romantik,
Biedermeier

Gedicht-Analyse

Friedrich Theodor Vischer ist der Autor des Gedichtes „Kahnfahrt“. Im Jahr 1807 wurde Vischer in Ludwigsburg geboren. Das Gedicht ist in der Zeit von 1823 bis 1887 entstanden. Auf Grund der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten des Autors kann der Text den Epochen Klassik, Romantik, Biedermeier, Junges Deutschland & Vormärz, Realismus oder Naturalismus zugeordnet werden. Bei Verwendung der Angaben zur Epoche, prüfe bitte die Richtigkeit der Zurodnung. Die Auswahl der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen und muss daher nicht unbedingt richtig sein. Das Gedicht besteht aus 12 Versen mit insgesamt 3 Strophen und umfasst dabei 88 Worte. Weitere Werke des Dichters Friedrich Theodor Vischer sind „Bald“, „Nur Traum“ und „Zu spät“. Zum Autor des Gedichtes „Kahnfahrt“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de keine weiteren Gedichte vor.

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