Das letzte Wort von Johannes Trojan

Im Sachsenland war's vor nicht langer Zeit,
Da stürzt' im Kohlenwerk ein Schacht zusammen,
Und all die bei der Arbeit unten waren,
Begraben und verloren waren sie.
Als nun erkannten sie, daß keine Hilfe
Von oben kommen werde, sie zu retten,
Und als mit ihnen es ans Sterben ging,
Gedacht' von ihnen einer, an sein Weib
Noch aufzuschreiben seinen letzten Gruß.
 
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Sein kleines Tachenbuch zog er hervor.
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Und hielt den Bleistift in der Hand und sann.
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Bedenkend, daß so nah ihm sei der Tod,
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Sucht' er in dieser feierlichen Stunde
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Nach einem feierlichen Wort und fand es.
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"Liebe Gemahlin, lebe wohl!" So schrieb er
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Und wandte sich zu sterben - und so süß
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War selten wohl ein letztes Wort wie dies!
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.3 KB)

Details zum Gedicht „Das letzte Wort“

Anzahl Strophen
2
Anzahl Verse
17
Anzahl Wörter
121
Entstehungsjahr
1837 - 1915
Epoche
Realismus,
Naturalismus,
Moderne

Gedicht-Analyse

Der Autor des Gedichtes „Das letzte Wort“ ist Johannes Trojan. Trojan wurde im Jahr 1837 in Danzig geboren. In der Zeit von 1853 bis 1915 ist das Gedicht entstanden. Von der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her lässt sich das Gedicht den Epochen Realismus, Naturalismus, Moderne, Expressionismus oder Avantgarde / Dadaismus zuordnen. Die Zuordnung der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Basis geschehen. Bitte überprüfe unbedingt die Richtigkeit der Angaben bei Verwendung. Das vorliegende Gedicht umfasst 121 Wörter. Es baut sich aus 2 Strophen auf und besteht aus 17 Versen. Weitere bekannte Gedichte des Autors Johannes Trojan sind „Die Wohnung der Maus“, „Vertrauen“ und „Die Winterfliege“. Auf abi-pur.de liegen zum Autor des Gedichtes „Das letzte Wort“ weitere 15 Gedichte vor.

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