Abschiedsworte eines Vaters an seinen Sohn von Julius Karl Reinhold Sturm

Du wanderst in die Welt hinaus
Auf dir noch fremden Wegen;
Doch folgt dir aus dem stillen Haus
Der treusten Liebe Segen.
 
Ein Ende nahm das leichte Spiel,
Es naht der Ernst des Lebens;
Behalt im Auge fest dein Ziel,
Geh keinen Schritt vergebens!
 
Nimm auf die Schultern Last und Müh'
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Mit fohem Gottvertrauen,
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Und lerne wirkend spät und früh,
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Den eignen Herd dir bauen!
 
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Wer sich die Ehre wählt zum Hort,
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Den kann kein Schalk verführen.
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Gerader Weg, gerades Wort
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Soll dich zum Ziele führen.
 
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Halt hoch den Kopf, was dir auch droht,
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Und werde nie zum Knechte;
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Brich mit den Armen gern dein Brot
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Und wahre deine Rechte!
 
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Treib nicht mit heilgen Dingen Spott,
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Und ehre fremden Glauben
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Und laß dir deinen Herrn und Gott
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Von keinem Zweifler rauben!
 
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Und nun ein letzter Druck der Hand
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Und eine letzte Bitte:
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Bewahr dir treu im fremden Land
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Des Vaterhauses Sitte!
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (26.1 KB)

Details zum Gedicht „Abschiedsworte eines Vaters an seinen Sohn“

Anzahl Strophen
7
Anzahl Verse
28
Anzahl Wörter
151
Entstehungsjahr
1816 - 1896
Epoche
Klassik,
Romantik,
Biedermeier

Gedicht-Analyse

Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um das Gedicht „Abschiedsworte eines Vaters an seinen Sohn“ des Autors Julius Karl Reinhold Sturm. 1816 wurde Sturm in Bad Köstritz geboren. Zwischen den Jahren 1832 und 1896 ist das Gedicht entstanden. Auf Grund der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten des Autors kann der Text den Epochen Klassik, Romantik, Biedermeier, Junges Deutschland & Vormärz, Realismus, Naturalismus oder Moderne zugeordnet werden. Prüfe bitte vor Verwendung die Angaben zur Epoche auf Richtigkeit. Die Zuordnung der Epochen ist auf zeitlicher Ebene geschehen. Da sich Literaturepochen zeitlich überschneiden, ist eine reine zeitliche Zuordnung häufig mit Fehlern behaftet. Das 151 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 28 Versen mit insgesamt 7 Strophen. Julius Karl Reinhold Sturm ist auch der Autor für Gedichte wie „Der Pendel“, „Guter Rat“ und „Ein Liebesbrief aus alten Tagen“. Auf abi-pur.de liegen zum Autor des Gedichtes „Abschiedsworte eines Vaters an seinen Sohn“ weitere 27 Gedichte vor.

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