Größe von Percy Bysshe Shelley

Ein Mann, zurück aus längst vergeßnem Land,
Erzählt: Zwei Riesenbeine, Stein, des Leibs beraubt,
Stehn in der Wüste. Nah dabei im Sand,
Zerschmettert, halb versunken, liegt ein Haupt:
 
Auf krause Lippen ist ein Stolz gebannt,
Ein höhnisch kaltes Lächeln; wer es sieht,
Weiß, wer einst herrschte über dies Gebiet
Mit sattem Herzen und mit kalter Hand.
 
Und auf dem Sockel liest man eingebrannt:
10 
Ich bin Ormandis, aller Fürsten Fürst.
11 
Schaut, was ich schuf, ihr Großen, und verzweifelt.
 
12 
Nichts blieb als dies. Vom Himmesrund umspannt,
13 
Streckt sich die Wüste hin, endlos und leer,
14 
Und nur der Sand steicht um die Trümmer her.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.1 KB)

Details zum Gedicht „Größe“

Anzahl Strophen
4
Anzahl Verse
14
Anzahl Wörter
101
Entstehungsjahr
1792 - 1822
Epoche
Klassik,
Romantik,
Biedermeier

Gedicht-Analyse

Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um das Gedicht „Größe“ des Autors Percy Bysshe Shelley. Im Jahr 1792 wurde Shelley in Sussex, England geboren. Im Zeitraum zwischen 1808 und 1822 ist das Gedicht entstanden. Von der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her lässt sich das Gedicht den Epochen Klassik, Romantik oder Biedermeier zuordnen. Bitte überprüfe unbedingt die Richtigkeit der Angaben zur Epoche bei Verwendung. Die Zuordnung der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen. Das Gedicht besteht aus 14 Versen mit insgesamt 4 Strophen und umfasst dabei 101 Worte. Der Dichter Percy Bysshe Shelley ist auch der Autor für Gedichte wie „An meinen Sohn“, „England im Jahr 1819“ und „Gedanken eines Republikaners beim Sturz Bonaparte’s“. Auf abi-pur.de liegen zum Autor des Gedichtes „Größe“ keine weiteren Gedichte vor.

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