Aufschrei von Frank Wedekind

Was ich getan, das läßt sich nicht bessern,
Es läßt das Gewissen sich nicht verwässern.
Ich stehe schuldlos vor meinem Verstand
Und fühle des Schicksals zermalmende Hand.
 
Der Mut versiegt, es wachsen die Schmerzen,
Und öd’ und trostlos wird es im Herzen.
Ich bin verstoßen, ich bin verdammt,
Ringsher von Rachegluten umflammt.
 
Wenn jetzt mich Irrsinn lindernd umfinge,
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Wenn ich verkappt in den Himmel ginge!
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Verschlossen ward mir die Seligkeit,
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Ich schliche mich ein im Schellenkleid.
 
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Was ich begangen, läßt sich nicht sühnen.
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Man schätzt den Klugen, man preist den Kühnen,
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Allein das Herz, das Herz in der Brust
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Ist sich unendlicher Schuld bewußt.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.2 KB)

Details zum Gedicht „Aufschrei“

Anzahl Strophen
4
Anzahl Verse
16
Anzahl Wörter
104
Entstehungsjahr
1905
Epoche
Moderne

Gedicht-Analyse

Das Gedicht „Aufschrei“ stammt aus der Feder des Autors bzw. Lyrikers Frank Wedekind. Wedekind wurde im Jahr 1864 in Hannover geboren. Entstanden ist das Gedicht im Jahr 1905. Der Erscheinungsort ist München. Die Entstehungszeit des Gedichtes bzw. die Lebensdaten des Autors lassen eine Zuordnung zur Epoche Moderne zu. Bei Wedekind handelt es sich um einen typischen Vertreter der genannten Epoche. Das Gedicht besteht aus 16 Versen mit insgesamt 4 Strophen und umfasst dabei 104 Worte. Die Gedichte „Alte Liebe“, „Altes Lied“ und „Am Scheidewege“ sind weitere Werke des Autors Frank Wedekind. Zum Autor des Gedichtes „Aufschrei“ haben wir auf abi-pur.de weitere 114 Gedichte veröffentlicht.

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