Zola † von Heinrich Kämpchen

Zola ist tot! –
Vom Seinestrande
Traf uns die Kunde
Wie Dolchesstoß. –
 
Der große Zola,
Der Held so gewaltig,
Stieg nieder zum Hades,
In’s Reich der Seelen.
Erlauchte Schatten
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Der Dichter-Titanen
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Empfangen, geleiten
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Den großen Toten.
 
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Shakespeare, der Brite,
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Voran dem Zuge,
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Heißt ihn willkommen.
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Dann winkt ihm Hugo,
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Der edle Hugo,
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Und beide wandeln,
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Abseits den andern,
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Auf Sammetwiesen
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Von Asphodelos. –
 
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Wie Siegfried sank
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Von Hagens Hand,
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Sank Zola der Riese. –
 
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Urplötzlich, furchtbar,
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Ohn’ jede Ahnung,
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Traf ihn das Schicksal –
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Arglos im Schlafe
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Gemordet hat ihn
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Der nimmersatte,
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Tückische Würger. –
 
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Wer war Zola?
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Zola war Freiheit!
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Zola war Licht!
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Der Schwachen Hort!
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Der Lüge Henker!
 
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Ein Schwert war Zola,
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Ein Schwert des Rechtes!
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Zola war Rächer,
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Rächer und Retter –
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Und mehr, viel mehr noch!
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Das ist die Antwort. –
 
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Wo Menschen wohnen,
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Die nicht Barbaren –
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Sie kennen Zola,
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Sie lieben Zola,
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Sie tragen Leid. –
 
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Wir tragen Leid
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Um ihn, um uns. –
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Denn er war unser,
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Uns zugesellet,
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Dem Heer der Kämpfer. –
53 
Wir tragen Leid. –
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (26.9 KB)

Details zum Gedicht „Zola †“

Anzahl Strophen
9
Anzahl Verse
53
Anzahl Wörter
164
Entstehungsjahr
1909
Epoche
Moderne

Gedicht-Analyse

Das Gedicht „Zola †“ stammt aus der Feder des Autors bzw. Lyrikers Heinrich Kämpchen. Der Autor Heinrich Kämpchen wurde 1847 in Altendorf an der Ruhr geboren. Im Jahr 1909 ist das Gedicht entstanden. Erscheinungsort des Textes ist Bochum. Von der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her lässt sich das Gedicht der Epoche Moderne zuordnen. Die Richtigkeit der Epoche sollte vor Verwendung geprüft werden. Die Zuordnung der Epoche ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen. Da es keine starren zeitlichen Grenzen bei der Epochenbestimmung gibt, können hierbei Fehler entstehen. Das 164 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 53 Versen mit insgesamt 9 Strophen. Weitere bekannte Gedichte des Autors Heinrich Kämpchen sind „Am Kochbrunnen in Wiesbaden“, „Am Marienbrönnlein“ und „Am Rhein“. Zum Autor des Gedichtes „Zola †“ haben wir auf abi-pur.de weitere 165 Gedichte veröffentlicht.

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