Auf der Reise von Carl Streckfuß

Der Heimath angeknüpft durch zarte Bande,
Riss ich mit wundem Herzen sie entzwey,
Da trat dem Streitenden die Hoffnung bey,
Und zeigte lächelnd hin in ferne Lande.
 
Dort, sprach sie, keimt die Lieb’ und Leben neu,
Die Freundschaft, die sich weinend von dir wandte,
Entblühet jung Italiens mildem Strande,
Und ist dir wie die alte hold und treu.
 
Nun seh’ ich Berg’ und Thäler rückwärts eilen,
10 
Doch immer vorwärts strebt mein reger Sinn
11 
Nach meines Zieles dunkler Ferne hin.
 
12 
Diess Streben soll mir alle Wunden heilen,
13 
Und einzig diene die Vergangenheit
14 
Als treue Sclavin nur der künft’gen Zeit.

Details zum Gedicht „Auf der Reise“

Anzahl Strophen
4
Anzahl Verse
14
Anzahl Wörter
99
Entstehungsjahr
1804
Epoche
Klassik,
Romantik

Gedicht-Analyse

Der Autor des Gedichtes „Auf der Reise“ ist Carl Streckfuß. Der Autor Carl Streckfuß wurde 1778 in Gera geboren. Im Jahr 1804 ist das Gedicht entstanden. Der Erscheinungsort ist Wien. Auf Grund der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten des Autoren kann der Text den Epochen Klassik oder Romantik zugeordnet werden. Die Angaben zur Epoche prüfe bitte vor Verwendung auf Richtigkeit. Die Zuordnung der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen. Da sich die Literaturepochen zeitlich teilweise überschneiden, ist eine reine zeitliche Zuordnung fehleranfällig. Das Gedicht besteht aus 14 Versen mit insgesamt 4 Strophen und umfasst dabei 99 Worte. Der Dichter Carl Streckfuß ist auch der Autor für Gedichte wie „Das Geständniß“, „Das Leben, ein Räthsel“ und „Das Riesenkind“. Zum Autoren des Gedichtes „Auf der Reise“ haben wir auf abi-pur.de weitere 50 Gedichte veröffentlicht.

Daten werden aufbereitet

+ Wie analysiere ich ein Gedicht?

Weitere Gedichte des Autoren Carl Streckfuß (Infos zum Autor)

Zum Autoren Carl Streckfuß sind auf abi-pur.de 50 Dokumente veröffentlicht. Alle Gedichte finden sich auf der Übersichtsseite des Autoren.