Sonett CXIII. von William Shakespeare

Seit fern ich von dir, ist mein Aug’ im Sinn;
Was leitend mich auf meinen Wegen richtet,
Hat seine Kraft getheilt, ist blind dahin,
Scheint sehend zwar, doch ist es ganz vernichtet.
Denn nicht dem Herzen kann es übergeben
Die Form, die Blum’ und Vogel dar ihm stellt,
Den Geist berühret nicht im flücht’gen Weben
Das Bild, das kaum Beschauung fest sich hält.
Denn mag’s das Rohste, mag’s das Schönste schauen,
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Ob süßen Reiz, ob schnödes Ungethier,
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Ob Berg, ob See, ob Tag, ob nächtig Grauen,
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Ob Kräh’, ob Taub’ – es bildet sie nach dir.
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Erfüllt von dir, zu Anderm nicht geneigt,
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Mein treuster Sinn treulos sich mir so zeigt.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.1 KB)

Details zum Gedicht „Sonett CXIII.“

Anzahl Strophen
1
Anzahl Verse
14
Anzahl Wörter
113
Entstehungsjahr
nach 1580
Epoche
Humanismus, Renaissance & Reformation

Gedicht-Analyse

Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um das Gedicht „Sonett CXIII.“ des Autors William Shakespeare. 1564 wurde Shakespeare in Stratford-upon-Avon geboren. Zwischen den Jahren 1580 und 1616 ist das Gedicht entstanden. Auf Grund der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten des Autors kann der Text der Epoche Humanismus, Renaissance & Reformation zugeordnet werden. Bei dem Schriftsteller Shakespeare handelt es sich um einen typischen Vertreter der genannten Epoche. Das Gedicht besteht aus 14 Versen mit nur einer Strophe und umfasst dabei 113 Worte. Die Gedichte „Sonett CI.“, „Sonett CII.“ und „Sonett CIII.“ sind weitere Werke des Autors William Shakespeare. Zum Autor des Gedichtes „Sonett CXIII.“ haben wir auf abi-pur.de weitere 159 Gedichte veröffentlicht.

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