Wiegenlied von August Ernst von Steigentesch

Sonnett

Die Sonne sank, und Filomelens Lieder
Verhallten sanft im jungen Blüthenhain,
Amande stimmt’ in ihre Lieder ein,
Und Echo sang sie an der Quelle wieder.
 
„Dein Lied spricht Schwermuth „rief ich“ diese Hyder
Besiegt ein Kuß, — o lerne glücklich seyn.“
Sie sah beschämt auf ihren Busen nieder,
Sie fang nicht mehr und schüchtern sprach sie „Nein.“
 
Der Vollmond war am Hügel aufgegangen,
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Im Nebel lag die stille Schöpfung da,
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Mein Herz schlug laut und ihrem Herzen nah.
 
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„Soll Treue“ seufzt’ ich „keinen Lohn empfangen?“
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Ihr Blick war sanft und röther meine Wangen,
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Ich küßte sie — und zitternd sprach sie „Ja.“
Arbeitsblatt zum Gedicht
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Details zum Gedicht „Wiegenlied“

Anzahl Strophen
4
Anzahl Verse
14
Anzahl Wörter
100
Entstehungsjahr
1799
Epoche
Klassik,
Romantik

Gedicht-Analyse

Der Autor des Gedichtes „Wiegenlied“ ist August Ernst von Steigentesch. Geboren wurde Steigentesch im Jahr 1774 in Hildesheim. Entstanden ist das Gedicht im Jahr 1799. Der Erscheinungsort ist Tübingen. Auf Grund der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten des Autors kann der Text den Epochen Klassik oder Romantik zugeordnet werden. Vor Verwendung der Angaben zur Epoche, prüfe bitte die Richtigkeit. Die Zuordnung der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen und daher anfällig für Fehler. Das vorliegende Gedicht umfasst 100 Wörter. Es baut sich aus 4 Strophen auf und besteht aus 14 Versen. Weitere Werke des Dichters August Ernst von Steigentesch sind „An mein Reitpferd“, „Erinnerung“ und „Wiegenlied“. Auf abi-pur.de liegen zum Autor des Gedichtes „Wiegenlied“ keine weiteren Gedichte vor.

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