Werbung von Franz Grillparzer

Mädchen, willst du mir gehören,
So sprich ja, und schlag’ nur ein!
Kann nicht seufzen, kann nicht schwören,
Willst du! – Gut! – Wenn nicht, – mag’s sein!
 
Gold hab’ ich nicht aufzuweisen,
Aber Lieder zahlen auch;
Will dich loben, will dich preisen,
Wie’s bei Dichtern heit’rer Brauch.
 
Doch gefällt’s dir, einst zu brechen,
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Thu’s mit Maß, und hüte dich!
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Lied, das schmeichelt, kann auch stechen,
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Dich verletzest du, nicht mich.
 
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Dichters Gram ist bald verschlafen,
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Seine Kunst ist todesreich,
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Und die Lieder, die dich strafen,
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Trösten heilend ihn zugleich.

Details zum Gedicht „Werbung“

Anzahl Strophen
4
Anzahl Verse
16
Anzahl Wörter
92
Entstehungsjahr
1817
Epoche
Biedermeier,
Realismus

Gedicht-Analyse

Franz Grillparzer ist der Autor des Gedichtes „Werbung“. 1791 wurde Grillparzer in Wien geboren. Entstanden ist das Gedicht im Jahr 1817. Erschienen ist der Text in Stuttgart, Verlag der J. G. Cotta’schen Buchhandlung.. Die Entstehungszeit des Gedichtes bzw. die Lebensdaten des Autoren lassen eine Zuordnung zu den Epochen Biedermeier oder Realismus zu. Bei dem Schriftsteller Grillparzer handelt es sich um einen typischen Vertreter der genannten Epochen. Das Gedicht besteht aus 16 Versen mit insgesamt 4 Strophen und umfasst dabei 92 Worte. Die Gedichte „Abschied von Gastein“, „Am Hügel“ und „Am Morgen nach einem Sturm“ sind weitere Werke des Autoren Franz Grillparzer. Zum Autoren des Gedichtes „Werbung“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de weitere 298 Gedichte vor.

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