Verlange nichts von irgendwem von Christian Morgenstern
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Verlange nichts von irgendwem, |
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laß jedermann sein Wesen, |
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du bist von irgendwelcher Fehm |
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zum Richter nicht erlesen. |
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Tu still dein Werk und gib der Welt |
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allein von deinem Frieden, |
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und hab dein Sach auf nichts gestellt |
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und niemanden hienieden. |
Details zum Gedicht „Verlange nichts von irgendwem“
Christian Morgenstern
2
8
39
1914
Moderne
Gedicht-Analyse
Dieses Gedicht stammt von Christian Morgenstern, einem deutschen Dichter der Jahrhundertwende des 19. zum 20. Jahrhundert. Es vermittelt dem Leser auf den ersten Blick eine Botschaft von Toleranz und innerer Ruhe.
Der Inhalt des Gedichts teilt sich in zwei Hauptteile. Die erste Strophe ruft dazu auf, der Freiheit und Individualität anderer Menschen Raum zu lassen: „Verlange nichts von irgendwem, laß jedermann sein Wesen.“ Der Sprecher argumentiert, dass er oder sie keine Position innehat, um das Handeln anderer Menschen zu bewerten oder zu kritisieren.
In der zweiten Strophe wendet sich der Fokus auf das lyrische Ich selbst. Es wird dazu ermutigt, in Ruhe und Frieden zu handeln und seine „Sache“ - oder sein Lebensziel - nicht an äußeren Umständen oder Menschen zu messen. Es ist eine Aufforderung, ein unabhängiges Leben zu führen, das nicht von den Meinungen oder Erwartungen anderer abhängt.
Die Form des Gedichts ist sehr direkt und unverschnörkelt. Es besteht aus zwei Vierzeilen-Strophen, die das Hauptthema jeweils in einer kompakten und prägnanten Weise vorstellen. Die Sprache ist klar und einfach, ohne viele Metaphern oder komplizierte Bilder. Dies trägt dazu bei, die Botschaft des Gedichts sehr direkt und verständlich zu machen.
Insgesamt geht es in Morgensterns Gedicht um ein Leben, das von innerer Ruhe und Unabhängigkeit geprägt ist. Es geht darum, andere so zu lassen, wie sie sind, und gleichzeitig das eigene Leben in Frieden und Unabhängigkeit zu führen. Die einfache und direkte Sprache unterstreicht diese Botschaft und macht sie für den Leser leicht zugänglich.
Weitere Informationen
Christian Morgenstern ist der Autor des Gedichtes „Verlange nichts von irgendwem“. Geboren wurde Morgenstern im Jahr 1871 in München. Im Jahr 1914 ist das Gedicht entstanden. München ist der Erscheinungsort des Textes. Aufgrund der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten des Autors kann der Text der Epoche Moderne zugeordnet werden. Bei dem Schriftsteller Morgenstern handelt es sich um einen typischen Vertreter der genannten Epoche. Das 39 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 8 Versen mit insgesamt 2 Strophen. Christian Morgenstern ist auch der Autor für Gedichte wie „Brüder!“, „Bundeslied der Galgenbrüder“ und „Da nimm. Das laß ich dir zurück, o Welt“. Zum Autor des Gedichtes „Verlange nichts von irgendwem“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de weitere 189 Gedichte vor.
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