Venus Madonna von Richard Dehmel

Aus Mannesadel wächst des Weibes Tugend;
er träumt ein Ziel, sie soll es ihm gebären.
Des Griechen Schönheitsinbrunst sah die Sphären
beherrscht von Aphroditens Reiz und Jugend;
 
dem Christen aber ward die Reinheit Wesen,
selbst noch die Mutter will er sich verklären
und beugt sich vor Marias Hochaltären,
die keusch des Sohns, des keuscheren, genesen.
 
Wann kommt die Zeit, daß Männer freier denken
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und ihre eigne Welt von Gottessöhnen
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hell mit dem Huldbild ihrer Freiheit krönen,
 
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bis Alle Allen die Erlösung schenken,
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die Wir uns schenkten, meine Magd und Sonne,
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Du keusche Venus, reizende Madonne!
Arbeitsblatt zum Gedicht
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Details zum Gedicht „Venus Madonna“

Anzahl Strophen
4
Anzahl Verse
14
Anzahl Wörter
95
Entstehungsjahr
1893
Epoche
Moderne

Gedicht-Analyse

Der Autor des Gedichtes „Venus Madonna“ ist Richard Dehmel. Im Jahr 1863 wurde Dehmel in Wendisch-Hermsdorf, Mark Brandenburg geboren. Das Gedicht ist im Jahr 1893 entstanden. In München ist der Text erschienen. Das Gedicht lässt sich an Hand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her der Epoche Moderne zuordnen. Bei dem Schriftsteller Dehmel handelt es sich um einen typischen Vertreter der genannten Epoche. Das vorliegende Gedicht umfasst 95 Wörter. Es baut sich aus 4 Strophen auf und besteht aus 14 Versen. Richard Dehmel ist auch der Autor für Gedichte wie „An mein Volk“, „Antwort“ und „Auf der Reise“. Zum Autor des Gedichtes „Venus Madonna“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de weitere 490 Gedichte vor.

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