Under der Linden von Wilhelm Storck

,Unter der Linden
Auf der Haide
War uns ein Ruhplatz ausgeschmückt;
Dort könnt ihr finden
Niedlich beide:
Die Blumen und das Gras zerdrückt.
Vor dem Wald am grünen Hang
Tandaradei!
Klang der Nachtigall Gesang.
 
10 
Ich kam gegangen
11 
Zu der Aue,
12 
Da stand der Liebste schon bereit,
13 
Mich zu empfangen,
14 
Heil’ge Fraue!
15 
Glückselig bin ich allezeit.
16 
Küßt’ er mich im stillen Grund?
17 
Tandaradei!
18 
Seht, wie roth mir ist der Mund.
 
19 
Aus mannigfachen
20 
Blumen sinnig
21 
Errichtet war ein Bett zu seh’n.
22 
Drob werden lachen
23 
Still und innig
24 
Sie Alle, die des Weges geh’n.
25 
An den Rosen kann man gut
26 
Tandaradei!
27 
Merken, wo mein Haupt geruht.
 
28 
Daß er mich herzte,
29 
Wüßt’ es Einer –
30 
Verhüt’ es Gott! – ich schämte mich.
31 
Wie dort er scherzte,
32 
Möcht’ es Keiner
33 
Erfahren doch, als er und ich,
34 
Und das kleine Vögelein
35 
Tandaradei!
36 
Wird ja zuverlässig sein.‘
 
37 
Walther von der Vogelweide.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (25.8 KB)

Details zum Gedicht „Under der Linden“

Anzahl Strophen
5
Anzahl Verse
37
Anzahl Wörter
145
Entstehungsjahr
1872
Epoche
Realismus

Gedicht-Analyse

Wilhelm Storck ist der Autor des Gedichtes „Under der Linden“. 1829 wurde Storck in Genna bei Iserlohn geboren. Im Jahr 1872 ist das Gedicht entstanden. Der Erscheinungsort ist Münster. Eine Zuordnung des Gedichtes zur Epoche Realismus kann auf Grund der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten des Autors vorgenommen werden. Vor Verwendung der Angaben zur Epoche, prüfe bitte die Richtigkeit. Die Zuordnung der Epoche ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen und daher anfällig für Fehler. Das 145 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 37 Versen mit insgesamt 5 Strophen. Zum Autor des Gedichtes „Under der Linden“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de keine weiteren Gedichte vor.

+ Wie analysiere ich ein Gedicht?

Daten werden aufbereitet