Ulanen von Klabund

Die Kanone schießt von weiten,
Wenn sie die Ulanen ficht.
Es ist des Ulanen Pflicht,
Daß er muß Attacke reiten.
 
Fest die Lanze eingelegt!
Die Kanone blitzt.
Mancher rutscht vom Sattelsitz
Wie ein Baum, der abgesägt.
 
Aber wenn die Schlacht geschlagen,
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Die Kanon in unsrer Hand,
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Wird sie nach Berlin gesandt
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Auf bekränztem Wagen.
 
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Steht vorm Schloß als wie im Traum,
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Und sie schießt nicht mehr.
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Nur die Kinder um sie her
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Schießen Purzelbaum.
 
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Eines Tages in der Früh
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Wird der Kaiser kommen:
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Habt’s ihr die Kanon genommen?
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Hoch die Kavallerie!
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.2 KB)

Details zum Gedicht „Ulanen“

Autor
Klabund
Anzahl Strophen
5
Anzahl Verse
20
Anzahl Wörter
92
Entstehungsjahr
1916
Epoche
Moderne,
Expressionismus,
Avantgarde / Dadaismus

Gedicht-Analyse

Klabund ist der Autor des Gedichtes „Ulanen“. Der Autor Klabund wurde 1890 in Crossen an der Oder geboren. Das Gedicht ist im Jahr 1916 entstanden. Erscheinungsort des Textes ist München. Von der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her lässt sich das Gedicht den Epochen Moderne, Expressionismus oder Avantgarde / Dadaismus zuordnen. Bei Verwendung der Angaben zur Epoche, prüfe bitte die Richtigkeit der Zurodnung. Die Auswahl der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen und muss daher nicht unbedingt richtig sein. Das vorliegende Gedicht umfasst 92 Wörter. Es baut sich aus 5 Strophen auf und besteht aus 20 Versen. Die Gedichte „Ad notam“, „Akim Akimitsch“ und „Altes Reiterlied“ sind weitere Werke des Autors Klabund. Auf abi-pur.de liegen zum Autor des Gedichtes „Ulanen“ weitere 139 Gedichte vor.

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