Tiefer Friede von Frank Wedekind

Die Tage verblassen, die Stunden zergehn,
Die Waffen rasten und rosten;
Ich bin von vorn und von hinten besehn
Ein armer verlorener Posten.
 
Es kreisen die Dohlen, es kriecht das Gewürm,
Die Menschen hassen und lieben;
Ich bin wie ein alter Regenschirm
In Gedanken stehen geblieben.
 
Staub deckt meine Falten, es wackelt der Knauf,
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Es wankt das Skelett unterm Knaufe;
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Ich wollte, des Schicksals Hand spannte mich auf
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Und hielte mich unter die Traufe.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (23.9 KB)

Details zum Gedicht „Tiefer Friede“

Anzahl Strophen
3
Anzahl Verse
12
Anzahl Wörter
74
Entstehungsjahr
1905
Epoche
Moderne

Gedicht-Analyse

Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um das Gedicht „Tiefer Friede“ des Autors Frank Wedekind. Geboren wurde Wedekind im Jahr 1864 in Hannover. 1905 ist das Gedicht entstanden. München ist der Erscheinungsort des Textes. Eine Zuordnung des Gedichtes zur Epoche Moderne kann auf Grund der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten des Autors vorgenommen werden. Der Schriftsteller Wedekind ist ein typischer Vertreter der genannten Epoche. Das vorliegende Gedicht umfasst 74 Wörter. Es baut sich aus 3 Strophen auf und besteht aus 12 Versen. Die Gedichte „Allbesiegerin Liebe“, „Alte Liebe“ und „Altes Lied“ sind weitere Werke des Autors Frank Wedekind. Zum Autor des Gedichtes „Tiefer Friede“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de weitere 114 Gedichte vor.

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